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Sieben neue Heilige: Beispiele auf dem Weg zur Ewigkeit Sieben neue Heilige: Beispiele auf dem Weg zur Ewigkeit  (© Vatican Media)

Wer sind die neuen Heiligen?

Am Sonntag hat Papst Franziskus sieben herausragende Christen zur Ehre der Altäre erhoben. Ab sofort können sie weltweit verehrt werden. Wer sind die neuen Heiligen? Hier sind die Biographien.

Papst Paul VI., Giovanni Battista Montini, 1897 – 1978, in Norditalien geboren. Priesterweihe 1920, ab 1937 Stellvertreter im vatikanischen Staatssekretariat. Während des Zweiten Weltkriegs förderte er karitative Hilfe für Verfolgte des Nazi-Regimes - insbesondere für die Juden. 1954 wurde er zum Erzbischof von Mailand ernannt. 1958 Ernennung zum Kardinal durch Johannes XXIII. (der ebenfalls schon ein offizieller Heiliger ist).

Der feinsinnige Diplomat Montini hielt sich während des Zweiten Vatikanischen Konzils zunächst zurück, wurde dann am 21. Juni 1963 zum Papst gewählt. Er führte das Konzil weiter, verwirklichte unter anderem die Liturgiereform, eröffnete die Ära der reisenden Päpste und verstärkte den ökumenischen und interreligiösen Dialog. Besonders bekannt wurde er durch die prophetische, aber sehr umstrittene Enzyklika „Humanae Vitae“ zur Empfängnisverhütung.

Oscar Arnulfo Romero Galdámez, 1917 – 1980, in El Salvador geboren, wurde 1942 zum Priester geweiht. Zunächst war er 20 Jahre Pfarrer in der Diözese San Miguel, dann erst Weihbischof und 1977 Erzbischof in San Salvador. Seine Ermordung während der Feier einer Heiligen Messe 1980 war ein Fanal im heraufziehenden Bürgerkrieg zwischen Sicherheitskräften, rechten Todesschwadronen und linken Guerillagruppen des südamerikanischen Landes.

In Lateinamerika hängen seine T-Shirts an den Verkaufsständen direkt neben denen von Che Guevara; seine Heiligsprechung ist auch eine Art Heimholung der sozialen Ikone Romero ins Kirchliche.

Maria Katharina Kasper, 1820- 1898, in Dernbach/Deutschland geboren. Stark und extrovertiert. Ihre Jugend verbrachte die Westerwälderin damit, auf den Feldern zu arbeiten und sogar Steine für den Straßenbau zu brechen. Später wurde sie zur Ordensgründerin einer Kongregation, die sich der unteren sozialen Schichten widmet: 1848 eröffnete sie das Haus der Armen Magd Jesu Christi. Die Kongregation - bekannt unter dem Namen Dernbacher Schwestern - verbreitete sich schnell, auch außerhalb der deutschen und europäischen Grenzen, und erreichte Amerika und später Indien.

Die weiteren neuen Heiligen sind der Mailänder Francesco Spinelli, 1853 – 1913, Priester, Ordensgründer; der aus der Nähe von Neapel stammende Vincenzo Romano, 1751 – 1831, ebenfalls Priester; Nazaria Ignazia di Santa Teresa di Gesù March Mesa, 1889- 1943, geboren in Madrid, in Spanien und Bolivien tätige Ordensgründerin; sowie der aus der Provinz Pescara in Italien stammende Nuncio Sulprizio, 1817 – 1836, der mit nur 19 Jahren im Rufe der Heiligkeit an Knochentuberkulose starb. Sein heroischer Tugendgrad wurde bereits von Papst Leo XIII. 1890 festgestellt.

(vatican news - ck)

14 Oktober 2018, 11:06