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Kardinal Baldisseri (Mitte) zusammen mit Teilnehmer der Vorsynode Kardinal Baldisseri (Mitte) zusammen mit Teilnehmer der Vorsynode 

Vatikan: Drei Nächte an Vorsynoden-Dokument gearbeitet

Drei Nächte für drei Hauptthemen: Die über 300 Teilnehmer der Vorsynode der Jugendlichen haben an diesem Samstagmorgen ein Dokument verabschiedet, das ein Jugendlicher aus Panama am Palmsonntag dem Papst überreichen wird. Dieser „Themenkatalog“ soll als Basis für das Instrumentum laboris der Jugendsynode im Oktober dienen.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Es geht um Herausforderungen in der heutigen Zeit, um Glaube und Berufungen sowie um die Bedeutung der Erziehung und der Seelsorge. Diese drei Themenbereiche wurden in 20 verschiedenen Sprachgruppen während der gesamten Woche in Rom erarbeitet. Bei der Pressekonferenz im Vatikan am Samstagmittag erläuterten drei junge Teilnehmer sowie der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, die Arbeit der Vorsynode.

Der italienische Kurienkardinal betonte, dass alle Stimmen – auch jene von Nicht-Katholiken und Nicht-Glaubenden – angehört wurden. Niemand sei ausgeschlossen worden. Herausgekommen sei der Wunsch einer „offenen Kirche, die auf die Jugend hört“, fasste Baldisseri das Dokument, aber auch die Erarbeitung des Textes zusammen. Es sei gut, dass es nicht einstimmig angenommen wurde, weil man daran erkennen könne, dass es ein offenes Gespräch gab. Man habe bis tief in die Nacht hinein an Formulierungen und Fragen gearbeitet. Dies zeige, wie ernst es den Teilnehmern mit der Vorsynode war.

Auch wurden „heiße Eisen“ angesprochen und zwar nicht nur – wie man vielleicht denken könnte – von Nicht-Glaubenden oder Nicht-Katholiken. So wurden auch Fragen wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder das Thema Sexualität angesprochen und wie die Kirche dazu Stellung nehmen könne und solle.

Drei Nächte lang habe man an dem Dokument gearbeitet und am Samstagmorgen, noch kurz vor der Pressekonferenz, gab es darüber eine Abstimmung. Nun wird ein Jugendlicher aus Panama das Schreiben am Palmsonntag dem Papst überreichen. Dass ein Teilnehmer aus Panama ausgewählt wurde, liegt daran, dass der nächste Internationale Weltjugendtag in einem Jahr in Panama stattfinden wird.

24 März 2018, 13:29