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Vatikan: Gewissensfreiheits-Probleme in Nahost und EU

Aus Sicht von Kardinal Leonardi Sandri zeigt der Westen im Bereich biomedizinischer Beschlüsse, dass die Religionsfreiheit auch dort gefährdet sei.

Die Wahrung der Religionsfreiheit sei nicht nur Thema im Nahen Osten, sondern auch in westlichen Ländern, so der Präfekt der Ostkirchenkongregation. Der Kardinal verwies diesbezüglich auf „den Respekt vor Gewissensentscheidungen angesichts einiger biomedizinischer Handlungen, die den tiefsten eigenen Überzeugungen widersprechen“. Konkrete Beispiele nannte der Vorsitzende der vatikanischen Ostkirchenkongregation jedoch nicht.

In Italien trat am Mittwoch ein neues Gesetz zur Patientenverfügung in Kraft. Die katholische Kirche hatte kritisiert, dass es Ärzten und Mitarbeitern katholischer Einrichtungen keine Möglichkeit zum Widerspruch aus Gewissensgründen einräume. Irland will Ende Mai per Referendum über eine Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen abstimmen.

Im Osten wie im Westen sei nach wie vor verstärkter Einsatz zur Wahrung der Religionsfreiheit und des Respekts vor der Würde und den Rechten der Menschen gefordert, so der Kardinal. Sandri äußerte sich am Dienstagabend an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Er hielt dort die Eröffnungsrede für eine Veranstaltung zum Thema Religionsfreiheit.

(kap/vatican news – mg)

01 Februar 2018, 10:16