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Deutscher Friedhof im Vatikan beerdigt Obdachlosen

Abermals erhält ein Obdachloser, der mittelos in Rom verstarb, ein Grab im deutschen Friedhof im Vatikan.

Gudrun Sailer – Vatikanstadt

An diesem Donnerstag findet die Beerdigung des im Alter von 65 Jahren verstorbenen Flamen Cesar Willy De Vroe auf dem Camposanto Teutonico statt, wie die dort ansässige Erzbruderschaft mitteilte. Der „obdachlose Pilger“, wie es in dem Schreiben heißt, war am 4. Januar in Rom verstorben. Er hatte seit Sommer 2017 auf der Straße gelebt. Das Requiem feiert der flämische Priester Dirk Smet, der selbst der Erzbruderschaft angehört.

Die Angehörigen der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes betreuen und verwalten den Friedhof der Deutschen im Vatikan. Zu ihren Selbstverpflichtungen zählt unter anderem die würdige Bestattung der Toten. Bereits 2015 hatte ein anderer flämischer Obdachloser seine letzte Ruhe im Camposanto Teutonico gefunden. Eine Beerdigung dort ist an sich Mitgliedern der Erzbruderschaft sowie einiger in Rom ansässiger Ordensgemeinschaften vorbehalten. Zu den Aufnahmebedingungen der Bruderschaft gehört die deutsche oder flämische Muttersprache sowie der Wohnsitz in Rom oder Umgebung. 

10 Januar 2018, 18:12