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Hl. Markus, Evangelist

Hl. Markus, Evangelist Hl. Markus, Evangelist 

Von Markus weiß man nur, was in der Apostelgeschichte und in einigen Briefen von Petrus und Paulus steht; er war selber nicht Jünger Jesu, auch wenn er immer wieder mit dem Jüngling identifiziert wird, der Jesus nach dessen Verhaftung im Garten Getsemani folgte.

Markus war Mitarbeiter des Paulus, den er in Jerusalem kennen gelernt hatte. Mit ihm war er auf Zypern und danach in Rom. Im Jahr 66 n.Chr. schreibt Paulus aus dem Gefängnis an Timotheus: „Nimm Markus und bring ihn mit; denn er ist für mich nützlich zum Dienst“ (2 Tim 4:11).

In Rom und bei anderen Reisen

Man weiß nicht, ob Markus auch in Rom Paulus hat helfen können, aber sicherlich war er in der Hauptstadt des Reiches Mitarbeiter des Petrus. Die Basilika San Marco im barocken Stadtzentrum soll an der Stelle stehen, an der einst sein Haus war.

Petrus nennt oft den Namen Markus, in seinem ersten Brief etwa lesen wir: „Es grüßt euch die mitauserwählte Gemeinde in Babylon und Markus, mein Sohn“ (1 Petrus 5:13). In der Apostelgeschichte heißt es nach der wunderbaren Flucht des Petrus aus dem Gefängnis „Als er sich darüber klar geworden war, ging er zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes, mit dem Beinamen Markus, wo nicht wenige versammelt waren und beteten“ (Apg 12:12).

Nach dem Tod des Petrus verlieren sich die Spuren des Markus. Einer antiken Tradition nach wurde er Glaubensverkünder in Ägypten und Gründer der Kirche in Alexandria. Eine andere Tradition weiß, dass er vor Ägypten auch in Aquileia weilte, um im Nordosten des Reiches den Glauben zu verbreiten.

Das Zeugnis des heiligen Markus

Der Evangelist starb wahrscheinlich zwischen 68 und 72 n.Chr. in Alexandrien. Davon spricht die so genannte Markus-Geschichte aus dem vierten Jahrhundert. Seine Leiche sei vor dem Verbrennen in Sicherheit gebracht worden. 828 n.Chr. hätten zwei venezianische Händler den Körper nach Venedig gebracht, wo er bis heute in der ihm geweihten Kirche liegt.

Das konkrete Evangelium

Das Evangelium des Markus wurde zwischen 50 und 60 n.Chr. geschrieben, der Tradition nach schrieb er die Predigten des Petrus und seine Katechesen auf, die dieser vor allem vor den ersten Christen in Rom gehalten hatte, ohne etwas hinzu zu fügen. Dadurch erhielt sich der Charakter des Textes als Erzählung. Die Sprache ist greco-römisch, die verbreitete Sprache des Mittelmeerraumes. Es geht vor allem um den Erweis der Macht Jesu Christi, des Sohnes Gottes, die sich in vielen Wundern zeigt. Die Worte Jesu im Evangelium „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ bedeuten nach Papst Franziskus ganz klar, wozu Jesus alle seine Jünger beruft.