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Die Fahne der Afrikanischen Union Die Fahne der Afrikanischen Union 

Papst zu jungen Afrikanern: Verfolgt eure Träume!

Papst Franziskus hat Kinder aus verschiedenen afrikanischen Ländern ermutigt, ihren Träumen nachzugehen. Auch wenn ihre Länder mit vielen verschiedenen Problemen zu kämpfen hätten, so könnten diese doch auf ihre intelligenten jungen Menschen hoffen, so Franziskus zu seinen Gästen. Wichtig sei es jedoch, sich auch auf die Ratschläge der älteren Menschen zu stützen, betonte der Papst.

Eigentlich hätte die Audienz für die rund 1.500 Mädchen und Jungen aus verschiedenen afrikanischen Ländern bereits am Freitag stattfinden sollen, wird am 25. Mai doch jährlich der Afrika-Tag im Gedenken an die Gründung der Afrikanischen Union am 25. Mai 1963 begangen. Allerdings fiel die Audienz wegen der Erkrankung des Papstes kurzfristig ins Wasser, so dass sie an diesem Montag ins dichte Programm des Kirchenoberhauptes eingeschoben wurde.

Der Afrika-Tag, so Franziskus zu seinen jungen Besuchern, sei „ein Symbol für den Kampf des gesamten Kontinents um Befreiung, Entwicklung und wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt sowie für die Wertschätzung und Vertiefung des kulturellen Erbes Afrikas“: „Ihr seid das Zeichen für diese reiche kulturelle Vielfalt. Ich lade euch ein, den Mut zu haben, ,anders‘ zu sein, Zeugnis zu geben von der Schönheit der Großzügigkeit, des Dienens, der Reinheit, des Mutes, der Vergebung, des Kampfes für Gerechtigkeit und das Gemeinwohl, der Liebe zu den Armen, der sozialen Freundschaft (vgl. Apostolisches Schreiben Christus vivit, 36)“, wandte sich Franziskus an die jungen Leute, die in Begleitung der verschiedenen afrikanischen Botschafter beim Heiligen Stuhl in die Audienzhalle gekommen waren.

„Folgt den großen Träumen!“

Immer wieder weist Franziskus, der diesen Februar selbst nach Afrika gereist war, auf die Schönheit und den Ressourcenreichtum, aber auch die oft hausgemachten Probleme des afrikanischen Kontinentes hin. So auch bei dieser Audienz für dessen Jugend:

„Eure geliebte afrikanische Erde steht vor enormen Herausforderungen, wie Terrorismus, schlechte Regierungsführung, Korruption, massive Jugendarbeitslosigkeit, Migration, Konflikte zwischen den Gemeinschaften, Klima- und Nahrungsmittelkrise...“ Mit Blick auf diese Probleme könnten sie sich vielleicht machtlos und entmutigt fühlen, sich sagen, dass die Zukunft „düster und aussichtslos“ sei: „Aber ihr seid jung, ihr tragt viele Talente in euch, ihr pflegt große Ambitionen, ihr habt große Träume: folgt den großen Träumen! Liebe Freunde, das möchte ich jedem von euch sagen: ,Gebt eure Träume niemals auf, begrabt niemals eine Berufung endgültig, gebt niemals auf. Sucht immer weiter nach zumindest partiellen oder unvollkommenen Wegen, um das zu leben, was ihr in eurer Unterscheidung als eine authentische Berufung erkennt‘ (ebd., 272).“

„Wahrlich, ihr seid intelligent, intelligent!“

Einer der „Reichtümer Afrikas“ sei die „ausgeprägte Intelligenz“ seiner jungen Menschen, wandte sich Franziskus wertschätzend an seine jungen Gäste, die proportionell die größte Bevölkerungsschicht des afrikanischen Kontinentes ausmachen. „Wahrlich, ihr seid intelligent, intelligent! Möge euer Engagement im Studium zur menschlichen und ganzheitlichen Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Ich denke auch an die Kindersoldaten, an die Kinder als Opfer aller Arten von Konflikten - Kinder, die eure Freundschaft brauchen: Seid ihnen nahe, damit sie sich nicht abgelehnt und stigmatisiert fühlen.“

Dialog der Generationen, um Herausforderungen zu bewältigen

In diesem Zusammenhang wolle er ihnen noch etwas „sehr Wichtiges“ mit auf den Weg geben, nämlich dass sie sich von „den Ratschlägen und dem Zeugnis“ der Ältesten „erleuchten“ lassen sollten, so Franziskus weiter, dem der Dialog der Generationen bekanntermaßen sehr am Herzen liegt: „Denken wir an eine der großen Herausforderungen des Lebens: den Kampf um den Frieden. Ihr wisst es sehr gut, wir machen schwierige Zeiten durch, in denen unsere Menschlichkeit in Gefahr ist. Wir sind in großer Gefahr. Lebt also den Frieden um euch herum und in euch. Seid Botschafter des Friedens, damit die Welt die Schönheit der Liebe, des Zusammenlebens, der Geschwisterlichkeit und der Solidarität wiederentdeckt“, forderte Franziskus die jungen Leute abschließend auf, bevor er sie mit seinem Segen für die gesamte Jugend Afrikas entließ. „Und vergesst bitte nicht, für mich zu beten, ich brauche das. Ich danke euch!“

(vatican news - cs)

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29. Mai 2023, 11:22