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Der Papst mit seinem Kardinalsrat: Archivbild vom September 2019 Der Papst mit seinem Kardinalsrat: Archivbild vom September 2019  (© Vatican Media)

Papst berät virtuell mit seinem Kardinalsrat

Papst Franziskus hat sich am Donnerstagnachmittag virtuell mit seinem Kardinalsrat ausgetauscht. Das teilte das vatikanische Presseamt am Freitag mit. Aus München war auch Kardinal Reinhard Marx zugeschaltet, der zu dem Beratergremium gehört.

Bei dem Online-Treffen schilderten die einzelnen Kardinäle dem Papst die Lage auf ihren jeweiligen Kontinenten, vor allem was die Corona-Pandemie betrifft. So dankte Kardinal Oswald Gracias aus Indien dem Papst für seine Aufmerksamkeit angesichts der Lage in Myanmar. Dort hat sich im Februar das Militär zurück an die Macht geputscht und geht mit Gewalt gegen Demonstranten vor. Franziskus hat unlängst eine Messe im Petersdom gefeiert, um auf die schwierige Lage in Myanmar aufmerksam zu machen.

Franziskus sprach dem Kardinalsrat gegenüber über „die Wichtigkeit der synodalen Prozesse“, die es derzeit in einzelnen Ländern und Bistümern gibt. Er betonte nach Vatikanangaben, dass diese synodalen Prozesse „von der größeren Bewegung aufgegriffen werden sollten“, die das Vatikan-Sekretariat für Bischofssynoden angekündigt hat. Franziskus stößt im Oktober einen weltweiten synodalen Prozess an, der im Herbst 2023 in ein Synodentreffen im Vatikan münden soll.

Gespräch über Corona und synodale Prozesse

Erst am Donnerstagvormittag hatte Franziskus auch mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, im Vatikan gesprochen. Dabei ging es auch um den „Synodalen Weg“, den Reformprozess der Kirche in Deutschland. Bätzing erklärte hinterher, der Papst habe ihn ermutigt, „den eingeschlagenen Synodalen Weg weiterzugehen, die anstehenden Fragen offen und ehrlich zu diskutieren und zu Empfehlungen für ein verändertes Handeln der Kirche zu kommen“.

Zufriedenheit über Fortschritte bei Finanz- und Wirtschaftsreformen im Vatikan

Der Kardinalsrat sprach auch über den jüngsten Bericht der Europarats-Experten von „Moneyval“, der dem Vatikan bescheinigt hat, sich in wichtigen Punkten seines Finanzgebarens an hohe internationale Standards zu halten. Das wurde im Kardinalsrat mit „Genugtuung“ zur Kenntnis genommen. Generell vermerkten die Teilnehmer „Fortschritte bei der wirtschaftlichen und finanziellen Kontrolle des Heiligen Stuhls“.

Außer Marx (Deutschland) und Gracias (Indien) nahmen noch folgende Kardinäle an dem Online-Meeting teil: Óscar Andres Rodríguez Maradiaga (Honduras), Sean Patrick O’Malley (USA) und Fridolin Ambongo Besungu (Kongo). Im Vatikan waren außer Papst Franziskus Kardinal Giuseppe Bertello und der Sekretär des Rates, Bischof Marco Mellino, zugeschaltet. Kurz vor Schluss der Konferenz um 18b Uhr einigten sich die Teilnehmer darauf, das nächste Mal im September zusammenzutreten.

(vatican news – sk)
 

25 Juni 2021, 15:10