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Vatican News

Papst: Gewalt im Heiligen Land beenden, Weg zum Dialog finden

Franziskus hat in seinem Appell nach dem Regina Coeli an diesem Sonntag zum Frieden im Heiligen Land aufgerufen.

Mario Galgano – Vatikanstadt

„Ich frage mich: Wohin werden Hass und Rache führen? Glauben wir wirklich, dass wir Frieden schaffen können, indem wir den anderen zerstören? Im Namen Gottes rufe ich zur Ruhe auf und appelliere an diejenigen, die die Verantwortung haben, die Bomben zu stoppen, den Anfang des Friedens zu begehen, auch mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft.“ Das sagte Papst Franziskus nach dem Mittagsgebet an diesem Sonntag in einem Appell über die Zusammenstöße im Heiligen Land zwischen Israelis und Palästinensern. „Lasst uns beten, dass sie den Weg des Dialogs und der Vergebung finden“, fügte der Papst hinzu.

Zum Nachhören - was der Papst zum Konflikt zwischen Israel und Palästina sagte

„Ich verfolge mit großer Sorge, was im Heiligen Land geschieht“, sagte der Papst. In den vergangenen Tagen hätten die gewalttätigen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Gazastreifen und Israel überhandgenommen und drohten in eine Spirale von Tod und Zerstörung auszuarten, so Franziskus über die Lage im Heiligen Land.

Angst und Trümmern... was von dem Konflikt bleibt
Angst und Trümmern... was von dem Konflikt bleibt

Tod von Kindern ist inakzeptabel

„Zahlreiche Menschen sind verletzt worden, und viele unschuldige Menschen sind gestorben“, fuhr er fort. Unter ihnen seien auch Kinder, und das sei schrecklich, fügte er an. „Es ist inakzeptabel: ihr Tod ist ein Zeichen dafür, dass man die Zukunft nicht aufbauen, sondern zerstören will.“ Darüber hinaus sei das Crescendo von Hass und Gewalt, das verschiedene Städte in Israel betrifft, so der Papst weiter, „eine ernste Wunde für die Geschwisterlichkeit und das friedliche Zusammenleben der Bürger, die schwer zu heilen sein wird, wenn nicht sofort ein Dialog eröffnet wird“.

Papst beim Regina Coeli
Papst beim Regina Coeli

„Lasst uns unaufhörlich beten, damit Israelis und Palästinenser den Weg des Dialogs und der Vergebung finden“, fügte er hinzu, „um geduldige Baumeister des Friedens und der Gerechtigkeit zu sein, die sich Schritt für Schritt einer gemeinsamen Hoffnung öffnen, einer Koexistenz unter Brüdern und Schwestern. Lasst uns für die Opfer beten, besonders für die Kinder. Beten wir für den Frieden zur Königin des Friedens“, schloss der Papst und betete mit den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen ein Ave Maria.

(vatican news)

16 Mai 2021, 13:11