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Koure, Niger, war 2020 Schauplatz einer Terrorattacke Koure, Niger, war 2020 Schauplatz einer Terrorattacke  

Papst verurteilt Terror in Niger

Papst Franziskus hat ein Ende der Gewalt im westafrikanischen Staat Niger gefordert. Bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch zeigte er sich bestürzt über die jüngsten Angriffe auf Dörfer in der Region Tahoua, bei denen mehr als 100 Menschen getötet wurden.

 „Die Nachricht der jüngsten Terror-Attacken in Niger, bei denen 137 Menschen getötet wurden, schmerzt mich. Beten wir für die Opfer, ihre Familien und für die ganze Bevölkerung, dass die erlittene Gewalt nicht das Vertrauen in den Weg der Demokratie, der Gerechtigkeit und des Friedens schwinden lassen“, so der Papst wörtlich.

In Niger hatten Bewaffnete mehrere Dörfer im Südwesten des Landes nahe der Grenze zum Nachbarland Mali angegriffen, wie Medien unter Berufung auf Regierungsangaben berichteten. Demnach wurden mindestens 137 Menschen getötet, auch seien viele Menschen verletzt worden, teilte ein Regierungssprecher am späten Montagabend mit. In der Region wurden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Zuvor hieß es, Soldaten hätten sich mit den Angreifern Kämpfe geliefert. Wer dahinter steckt, ist bisher unklar.

Innenpolitische Spannungen und Terror

Im Niger mit seinen rund 23 Millionen Einwohnern und anderen Ländern der Sahelregion sind mehrere Terrorgruppen aktiv. Einige haben Al-Kaida oder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.

Die jüngste Gewalteskalation fällt zusammen mit innenpolitischen Spannungen seit der Wahl des neuen Präsidenten Mohamed Bazoum. Ex-Präsident Mahamane Ousmane sprach von Betrug und bezeichnete sich als eigentlichen Wahlsieger. Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung den Tod von 66 Menschen bei Attacken in der Unruheregion Tillabéri bekanntgegeben. Im Januar war es bereits in zwei Dörfern in Tillabéri zu einem Massaker mit 100 Toten gekommen.

(vatican news/diverse – sst) 

24 März 2021, 10:17