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Nach dem Anschlag wurde die Gegend rund um die Kirche in Makassar abgeriegelt Nach dem Anschlag wurde die Gegend rund um die Kirche in Makassar abgeriegelt  (ANSA)

Anschlag auf Kirche in Indonesien: Papst betet für die Opfer

Papst Franziskus hat der Opfer des Selbstmordanschlags gedacht, der an diesem Sonntag vor einer katholischen Kirche auf der indonesischen Insel Sulawesi verübt wurde. Beim Angelusgebet rief er zudem dazu auf, in der Coronakrise Hoffnung und Nächstenliebe zu kultivieren.

„Beten wir für alle Opfer von Gewalt, insbesondere für die Opfer des Anschlags, der heute Morgen in Indonesien vor der Kathedrale von Makassar verübt wurde“, sagte der Papst bei seinem Mittagsgebet im Anschluss an seine Palmsonntagsmesse im Petersdom.

Es hätte noch schlimmer kommen können

Laut ersten Berichten wurden bei der Selbstmordattacke in der indonesischem Stadt 14 Menschen verletzt, die beiden mutmaßlichen Täter starben. Zum Ende des gut besuchten Palmsonntagsgottesdienstes in Makassar war vor der Kirche eine Bombe gezündet worden, die Menschen verletzte und Autos beschädigte. Einer der Attentäter wollte offenbar noch näher an die Kirche heran, wurde aber von einer Sicherheitskraft daran gehindert. Das Gelände wurde abgeriegelt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Mehrere Anschläge in den vergangenen Jahren

Der Anschlag auf der Insel Sulawesi von diesem Sonntag reiht sich in eine Reihe von Attacken auf Kirchen ein, die in den vergangenen Jahren in Indonesien verübt wurden. Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt, knapp 87 Prozent der rund 270 Millionen Einwohner sind Muslime, die Christen machen etwa zehn Prozent aus.

Appell in der Corona-Krise: Hoffnung kultivieren

Bei seinem Angelus-Gebet ging der Papst zudem auf die Corona-Pandemie ein. Zum zweiten Mal in Folge werde die Karwoche im Zeichen der globalen Gesundheitskrise begangen, so Franziskus: „Letztes Jahr standen wir eher unter Schock, dieses Jahr sind wir umso geprüfter… Und die Wirtschaftskrise hat sich verschärft“, kommentierte er.

Der Papst warnte davor, in der Krise „Misstrauen, Verzweiflung und Zwietracht“ Raum gewinnen zu lassen. Vielmehr gelte es jetzt, nicht die Hoffnung zu verlieren, Halt im Glauben zu suchen und leidenden Menschen beizustehen:

„Auf dem täglichen Kreuzweg begegnen wir den Gesichtern so vieler Brüder und Schwestern in Schwierigkeiten: Gehen wir nicht vorbei, lassen wir unser Herz zum Mitleid bewegen und nähern wir uns!“

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(vatican news – pr)
 

28 März 2021, 12:04