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Papst Franziskus bei der Generalaudienz Papst Franziskus bei der Generalaudienz 

Papst zu McCarrick-Bericht: „Bin allen Missbrauchsopfern der Kirche nahe“

Papst Franziskus hat am Tag nach der Veröffentlichung des McCarrick-Berichts seine Nähe zu allen Menschen bekundet, die von Missbrauch betroffen sind. Neuerlich bekräftigte er auch „den Einsatz der Kirche, um dieses Übel auszumerzen”.

Den Fall des US-Amerikaners bezeichnete der Papst als „schmerzhaft”. McCarricks Fehlverhalten war seit den 1990er Jahren gerüchteweise bekannt, verhinderte aber nicht seinen Aufstieg in der Kirchenhierarchie. Der Papst äußerte sich bei einem kurzen Einschub seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch. Danach verharrte er einige Momente in stillem Gebet.

Der Papst bei der Generalaudienz

Wie aus dem kleinteilig dokumentierten 460-Seiten-Bericht vom Dienstag hervorgeht, hatte Franziskus den Kardinal beim Auftauchen der ersten Anschuldigung, wonach McCarrick auch Minderjährige missbrauchte, entfernt. 2018 enthob er ihn der Kardinalswürde, Anfang 2019 entließ er ihn auch aus dem Klerikerstand.

Der McCarrick-Bericht, der aus Dokumenten und Zeugenaussagen besteht, sammelt alle relevanten Nachrichten über das institutionelle Wissen und den Entscheidungsprozess, der die wichtigsten Stationen im Leben des ehemaligen Kardinals abdeckt. McCarrick, zunächst Bischof von Metuchen und anschließend Erzbischof von Newark, wurde 2000 zum Erzbischof von Washington befördert und im darauf folgenden Jahr zum Kardinal erhoben. Der Bericht, den das Staatssekretariat im Auftrag von Papst Franziskus erarbeitete und veröffentlichte, ist das Ergebnis einer zweijährigen Arbeit.

(vatican news – gs)

11 November 2020, 10:48