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Archivbild: Die Handreichung in Abu Dhabi am 4. Feburar 2019 mit Papst Franziskus und Ahmed Al-Tayyeb (rechts) Archivbild: Die Handreichung in Abu Dhabi am 4. Feburar 2019 mit Papst Franziskus und Ahmed Al-Tayyeb (rechts) 

Papst-Tweet an Al-Azhar: Religionen haben nichts gemein mit Hass

In einem Tweet hat Papst Franziskus über ein Telefongespräch berichtet, das er am Donnerstag mit Scheich Ahmed Al-Tayyeb geführt hat. Es sei Franziskus ein Anliegen gewesen, den Wert der Geschwisterlichkeit gegen alle Formen der Gewalt neu herausstreichen. Eine ähnliche Antwort in einem Tweet kam vom Großimam.

Sie wollten gemeinsam ihre Unterstützung bekräftigen „für die menschliche Brüderlichkeit als Lösung zur Beseitigung von Gewalt, Diskriminierung und Hass im Namen der Religion“. Zudem betonte Franziskus in dem Tweet vom Freitag, Religionen hätten nichts mit Hass zu tun.

In dem Tweet, der auf Arabisch und Englisch veröffentlicht wurde, bezeichnet Franziskus es als „eine Freude“, mit seinem Bruder Scheich Ahmed Al-Tayyeb gesprochen zu haben, der seinerseits kurz darauf von seinem Twitter-Profil antwortete, indem er seine „anhaltende Unterstützung für menschliche Brüderlichkeit als Mittel zur Beseitigung von Gewalt, Diskriminierung und Hass“ bekräftigte.

Treffen der beiden vor einem Jahr

Zuletzt war der Papst am 15. November 2019 mit Scheich Al-Tayyeb im Vatikan zusammengetroffen. Bei der Begegnung wurde an die historische gemeinsame Unterschrift erinnert, die beide am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi zu dem Dokument über die menschliche Geschwisterlichkeit lesiteten. Im August folgte die Gründung eines Hohen Komitees, das für die Umsetzung der Grundsätze der Erklärung zuständig ist.

Darüber hinaus hatte der Großimam von Al-Azhar einen seiner Delegierten zu dem von der katholischen Bewegung Sant'Egidio geförderten interreligiösen Treffen in Rom am vergangenen 20. Oktober entsandt. Mohamed Abdel Salam Salam Abdellatif, Sekretär des Hohen Komitees für die menschliche Brüderlichkeit, hatte auf dem Kapitolsplatz eine Botschaft von Scheich Al-Tayyeb verlesen, die neben den Risiken des Coronavirus auch die Risiken einer weiteren, älteren und nie ausgerotteten Pandemie hervorhob, nämlich „Diskriminierung und Rassismus, eine Krankheit, die das menschliche Bewusstsein beeinträchtigt und untergräbt“.

(vatican news – mg)

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21. November 2020, 13:16