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Vatican News
Papst Franziskus am Mikrofon Papst Franziskus am Mikrofon  (AFP or licensors)

Papstbotschaft zum 106. Welttag des Migranten und Flüchtlings diesen Sonntag

Den Flüchtlingen im eigenen Heimatland, den sogenannten Binnenvertriebenen, gilt die Aufmerksamkeit von Papst Franziskus zum bevorstehenden Welttag des Migranten und Flüchtlings, den die Kirche am Sonntag, den 27. September, zum 106. Mal begeht. In seiner Botschaft spricht Franziskus von einem „oft unsichtbaren Drama, das die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste weltweite Krise nochmals verschärft hat”.

„In diesem Jahr 2020 herrschte in unseren Straßen wochenlang Stille”, schreibt Papst Franziskus im Wortlaut in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag des Migranten und Flüchtlings. „Es war eine dramatische und beunruhigende Stille, die uns aber die Möglichkeit geboten hat, die Schreie der Schwächsten, der Vertriebenen und unseres schwer kranken Planeten zu hören. Und wenn wir zuhören, haben wir die Möglichkeit, uns mit unserem Nächsten, mit den vielen Ausgesonderten, mit uns selbst und mit Gott zu versöhnen, der niemals müde wird, uns seine Barmherzigkeit anzubieten.”

Die Botschaft trägt den Titel: „Wie Jesus Christus, zur Flucht gezwungen. Aufnahme, Schutz, Förderung und Integration der Binnenvertriebenen" und erschien mit einigem Vorlauf im Mai. Sie endet mit dem folgenden Gebet:

Vater, du hast dem heiligen Josef das Kostbarste anvertraut, nämlich das Jesuskind und seine Mutter, um sie vor der Gefahr und der Bedrohung böser Menschen zu schützen.

Lass auch uns seinen Schutz und seine Hilfe erfahren. Er, der das Leid derer erlebt hat, die wegen des Hasses der Mächtigen fliehen mussten, möge alle unsere Brüder und Schwestern trösten und beschützen, die aufgrund von Krieg, Armut und Not ihre Heimat und ihr Land verlassen, um als Flüchtlinge an sicherere Orte zu gelangen.

Hilf ihnen auf seine Fürsprache und gibt ihnen die Kraft weiterzumachen, tröste sie in der Trauer und verleihe ihnen Mut in aller Bedrängnis.

Gib denen, die sie aufnehmen, etwas von der Sanftmut dieses gerechten und weisen Vaters, der Jesus wie einen eigenen Sohn liebte und Maria auf ihrem Weg immer beistand.

Lass ihn, der mit seiner Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt verdiente, für diejenigen sorgen, denen das Leben alles genommen hat. Er gebe ihnen eine würdige Arbeit und ein unbeschwertes Zuhause.

Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, den der heilige Josef durch die Flucht nach Ägypten gerettet hat, und auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, die er deinem Willen entsprechend als treuer Bräutigam geliebt hat. Amen.

Binnenvertriebene: An der Spitze Kolumbien und Syrien

Die fünf Länder mit den meisten Binnenvertriebenen sind derzeit Kolumbien mit fast acht Millionen Menschen, Syrien mit 6,6 Millionen, die Demokratische Republik Kongo mit fünf Millionen, gefolgt vom Jemen und Somalia mit 3,6 bzw. 2,6 Millionen Binnenvertriebenen.

(vatican news - gs) 

26 September 2020, 11:25