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Papst Franziskus unterzeichnet ein Schreiben Papst Franziskus unterzeichnet ein Schreiben 

Argentinien: Ein handschriftlicher Brief vom Papst

Diesmal hat Franziskus nicht zum Telefonhörer, sondern zu Stift und Papier gegriffen, um persönliche Grüße zu einem besonderen Anlass zu übermitteln: Mit einem handschriftlichen Brief hat er einer argentinischen Gemeinde, die den Namen des hl. Raimund Nonnatus trägt, zu ihrem Patronatsfest gratuliert.

Franziskus stammt selbst aus Argentinien. In dem vom Vatikan veröffentlichten Schreiben erinnert er auch daran, wie er früher als Erzbischof von Buenos Aires den Gedenktag des heiligen Ordenspriesters beging:

„Ich denke an die Begegnungen zu diesem Festtag, die Segnungen von Müttern, Kindern und Paaren mit Kinderwunsch...Es war eine wahre Hymne auf das Leben“, heißt es in dem Brief an Pater Rubén Ceraci, den Leiter der Gemeinde San Ramón Nonato in Buenos Aires.

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Noch heute sage er Paaren mit Kinderwunsch, die seinen Segen erbäten, sie sollten zu dem Patron der Schwangeren und Hebammen beten. „Und wenn sie Argentinier sind, sage ich, sie sollen zum Heiligtum in der Via Cervantes gehen“, heißt es in dem Papstbrief, der auf Anfang August datiert. Der Gedenktag des hl. Raimund Nonnatus ist der 31. August.

Schöne Feier - trotz Corona

Franziskus äußert sich auch zu den Einschränkungen aufgrund der Corona-Maßnahmen. Allen Gläubigen der argentinischen Gemeinde San Ramón Nonato wünsche er trotz der Sicherheitsmaßnahmen ein schönes Fest: „Ich bin sicher, dass Gnade, Frieden, Gesundheit und Fruchtbarkeit reichlich sein werden“, so der Papst in seinem Schreiben zum Fest des katalanischen Heiligen.

„Ich bin sicher, dass Gnade, Frieden, Gesundheit und Fruchtbarkeit reichlich sein werden.“

Der hl. Raimund Nonnatus

Geboren wohl um 1202 in Spanien, gestorben am 31. August 1240 bei Barcelona. Sein Beiname „non natus – nicht geboren“ soll auf die Umstände seiner Geburt zurückgehen: Es heißt, der Vater habe ihn quasi per Kaiserschnitt aus dem Bauch der Mutter geholt, die vor der Geburt verstarb.

Raimund trat 1224 in den Mercedarierorden ein und wurde zum Begleiter des Ordensgründers Petrus Nolaskus. Der Mercedarierorden setzte sich für die Befreiung und den Loskauf von christlichen Gefangenen in Afrika ein. In Algerien soll sich  Raimund zur Auslöse für einen anderen Gefangenen monatelang in muslimische Kerkerhaft begeben haben, wo er Folter und Qualen erlitt.

Unsicheren Quellen zufolge wurde er 1239 von Papst Gregor IX. als Anerkennung seines Mutes und seiner wundertätigen Kraft zum Kardinal ernannt und zum päpstlichen Ratgeber berufen. Das neue Amt sollte er jedoch nie antreten: er starb auf dem Weg nach Rom an einem heftigen Fieber. 

(vatican news - sst)

21 August 2020, 08:00