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Bischof Georg Bätzing Bischof Georg Bätzing 

Bischof Bätzing zu Antrittsbesuch beim Papst

Der Limburger Bischof Georg Bätzing ist an diesem Samstag als neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zum Antrittsbesuch bei Papst Franziskus gewesen. Bei der Privataudienz im Vatikan konnte Bischof Bätzing den Papst über die Lage der Kirche in Deutschland informieren. Dabei ging es vor allem um die Auswirkungen der Corona-Krise und den Synodalen Weg, wie im Anschluss bekannt wurde.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Nach der Audienz beim Papst sprachen einige Journalisten mit dem Limburger Bischof über die Begegnung mit Franziskus. Er habe mit dem Papst über den aktuellen Stand des „Synodalen Weges“ gesprochen, so der Bischof. Ausführlich berichtete Bätzing dem Papst über den bisherigen Verlauf der Reformgespräche in Deutschland und die weiteren Planungen. „Ich fühle mich durch den intensiven Austausch mit dem Heiligen Vater bestärkt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Der Papst schätzt dieses Vorhaben, das er eng mit dem von ihm geprägten Begriff der ‚Synodalität‘ verbindet. Mir war es ein Anliegen, deutlich zu machen, dass die Kirche in Deutschland diesen Weg geht und sich stets an die Universalkirche gebunden weiß“, erklärte Bischof Bätzing nach der Audienz.

Hier hören Sie das Gespräch mit Bischof Bätzing von Mario Galgano

Herausforderungen: Missbrauch und Austrittszahlen

„Auf dringende Herausforderungen der Kirche, die von der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen bis hin zu den dramatischen Kirchenaustrittszahlen reichen, müssen wir Antworten finden. Mit seinem Schreiben an das pilgernde Gottesvolk der Kirche in Deutschland im Juni 2019 hat Franziskus dazu ermutigt und Hinweise gegeben. Er wird uns auch weiterhin aufmerksam begleiten“, so Bischof Bätzing.

Papst Franziskus habe daran erinnert, beim Synodalen Weg und dem Handeln der Kirche in Deutschland die Armen und Alten, die Geflüchteten und Hilfsbedürftigen nicht aus dem Blick zu verlieren. „Ausdrücklich bat der Papst darum, die Auswirkungen und Erfahrungen angesichts der Corona-Pandemie auf dem weiteren Weg mit zu bedenken“, so der Limburger Bischof. Er fügte hinzu: „Ich hoffe, dass wir mit den Erfahrungen des Synodalen Weges einen Beitrag zur Weltbischofssynode im Oktober 2022 leisten können, die sich mit der Frage der Synodalität auseinandersetzt.“

Viele Gespräche und Begegnungen

Bei seinem zweitätigen Besuch traf Bischof Bätzing außerdem mit dem Generalsekretär der Bischofssynode Kardinal Lorenzo Baldisseri und dessen designiertem Nachfolger Erzbischof Mario Grech, dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre Kardinal Louis Ladaria SJ, dem Präfekten der Kongregation für die Bischöfe Kardinal Marc Ouellet, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen Kardinal Kurt Koch und dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl Botschafter Michael Koch zusammen.

(pm/vatican news)

27 Juni 2020, 14:27