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Palmsonntag im Petersdom Palmsonntag im Petersdom  (Vatican Media)

Angelus: Papst erinnert an Diözesanen Weltjugendtag

An diesem Sonntag begehen Diözesen auf der ganzen Welt den diözesanen Weltjugendtag. Daran erinnerte Papst Franziskus in seinen Worten vor dem Mittagsgebet, direkt im Anschluss an die Palmsonntagsmesse, die er im menschenleeren Petersdom zelebriert hatte. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Übergabe des Kreuzes, ursprünglich für diesen Sonntag in Rom geplant, auf den Christkönigssonntag am 22. November verschoben wird.

Zum Abschluss der Heiligen Messe im Petersdom wandte sich Papst Franziskus nochmals besonders an die Menschen, die über die Medien an der ersten großen Messe teilgenommen hatten, die Franziskus in der Kar - und Osterzeit ohne die Anwesenheit von Gläubigen gefeiert hatte. Hier die kurze Ansprache des Papstes in einer Arbeitsübersetzung.

„Liebe Brüder und Schwestern,

Bevor ich diese Feier abschließe, möchte ich all diejenigen begrüßen, die über die Medien daran teilgenommen haben. Meine Gedanken sind insbesondere bei den jungen Menschen der ganzen Welt, die den heutigen Weltjugendtag auf diözesaner Ebene in einer noch nie dagewesenen Weise erleben. Heute sollte das Kreuz von den Jugendlichen Panamas an die Jugendlichen von Lissabon übergeben werden. Diese bewegende Geste wird auf den Christkönig-Sonntag, den 22. November, verschoben. In Erwartung dieses Augenblicks fordere ich euch junge Menschen auf, die Hoffnung, die Großzügigkeit und die Solidarität zu pflegen und zu bezeugen, die wir alle in dieser schwierigen Zeit brauchen.

Morgen, am 6. April, ist der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltsporttag für Frieden und Entwicklung. Während dieser Zeit werden viele Veranstaltungen ausgesetzt, aber die besten Früchte des Sports kommen zum Vorschein: Ausdauer, Teamgeist, Geschwisterlichkeit, das Beste von sich selbst geben... Also, lassen Sie uns den Sport für Frieden und Entwicklung wiederbeleben.

Ihr Lieben, begeben wir uns mit  Glauben in diese Karwoche, in der Jesus leidet, stirbt und wieder aufersteht. Menschen und Familien, die nicht an den liturgischen Feiern teilnehmen können, sind eingeladen, sich zu Hause zum Gebet zu versammeln, auch mit Hilfe technischer Mittel. Lasst uns die Kranken, ihre Familien und diejenigen, die sich mit Selbstaufopferung  um sie kümmern, geistlich umarmen; lasst uns im Licht des Osterglaubens für die Toten beten. Jeder ist in unseren Herzen, in unserem Gedenken, in unserem Gebet präsent.

Von Maria lernen wir die innere Stille, den Blick des Herzens, den liebevollen Glauben, Jesus auf dem Weg des Kreuzes zu folgen, der zur Herrlichkeit der Auferstehung führt. Sie geht mit uns und stärkt unsere Hoffnung.“

Auf der ganzen Welt begehen die Jugendlichen in ihren Diözesen traditionell am Palmsonntag den Weltjugendtag, alle drei Jahre findet das von Johannes Paul II. eingeführte Großereignis zentral in einem anderen Land statt. Im Jahr 2022 wird Portugal der Gastgeber sein. Jugendliche und Vertreter aus Panama, dem Gastgeberland 2019, sollten an diesem Palmsonntag das Weltjugendtagskreuz in Rom an eine Delegation aus Portugal übergeben. Wegen der Corona-Pandemie, die derzeit das öffentliche Leben lähmt, wird diese Übergabe nun aber im November stattfinden.

(vatican news - cs)

 

05 April 2020, 12:33