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 Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev war diesen Samstag zu einer Privataudienz bei Papst Franziskus im Vatikan Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev war diesen Samstag zu einer Privataudienz bei Papst Franziskus im Vatikan  (Vatican Media)

Vatikan: Präsident von Aserbaidschan beim Papst

Der Dialog der Kulturen und Religionen in Aserbaidschan war ein Thema der Papstaudienz für den Präsidenten des vorderasiatischen Landes, Ilham Aliyev, an diesem Samstag im Vatikan.

Zusammenleben der Religionen


Papst Franziskus empfing Ilham Aliyev am Morgen im Apostolischen Palast. Bei der Unterredung sei es um verschiedene regionale und internationale Themen gegangen, informierte ein allgemein gehaltenes Vatikanstatement nach dem Treffen. Schwerpunkt sei der interkulturelle und interreligiöse Dialog im Dienste eines friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Ethnien und Religionsgemeinschaften in Aserbaidschan gewesen. Die meisten Bewohner des Landes, das Franziskus 2016 besuchte, sind Muslime; Christen machen nur eine kleine Minderheit aus.

Aliyev habe bei der Audienz unter anderem Wertschätzung für das Wirken der katholischen Ortskirche zum Ausdruck gebracht, informierte der Vatikan weiter. Auch sei über die Zusammenarbeit von Kirche und Staat gesprochen worden; die bilateralen Beziehungen zwischen dem Vatikan und Aserbaidschan entwickelten sich gut.
Aserbaidschans Präsident traf im Anschluss noch mit Kardinalstaatsekretär Pietro Parolin und dem vatikanischen „Außenminister“, Erzbischof Paul Richard Gallagher, zusammen.

Kulturjahr von Aserbaidschan in Italien


Hintergrund des Besuches aus Aserbaidschan ist die Eröffnung des „Kulturjahres von Aserbaidschan“ in Italien, eine Veranstaltungsreihe zum kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern. Zu diesem Zweck war Aliyev in den vergangenen Tagen mit der römischen Bürgermeisterin Virginia Raggi sowie mit Vertretern der italienischen Regierung zusammengetroffen. Dabei wurden laut Medienberichten diverse Abkommen unterzeichnet.

Das vorderasiatische Aserbaidschan liegt zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus und hat rund 9,5 Millionen Einwohner. Es erklärte erstmals 1918 nach dem Zerfall des Russischen Kaiserreiches seine staatliche Unabhängigkeit, wurde jedoch 1922 Teil der Sowjetunion. 1991 wurde es wieder unabhängig. Die meisten Einwohner sind schiitische Muslime.

Papst war 2016 vor Ort


Bei einem Besuch in Aserbaidschan 2016 hatte Franziskus die dortigen Katholiken trotz ihrer sehr geringen Zahl ermutigt, nicht aufzugeben. „Nur Mut, vorwärts, ohne Angst“, rief er damals den Gläubigen in der Hauptstadt Baku zu. Sie seien eine „kleine, in den Augen Gottes ganz kostbare Herde“.

(vatican news/kna – pr)
 

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Eindrücke von der Audienz
22 Februar 2020, 12:36