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Vatican News
Der argentinische Missionar Pedro Opeka, "Apostel der Müllmenschen" in Madagaskar Der argentinische Missionar Pedro Opeka, "Apostel der Müllmenschen" in Madagaskar  (AFP or licensors)

Papst besucht in Madagaskar Sozialprojekt mit „Kärntner Dorf"

In Madagaskar besucht Papst Franziskus am Sonntag ein Wohn- und Beschäftigungsprojekt für ehemalige Bewohner von Mülldeponien, das nicht zuletzt mit Hilfe von Spenden aus Österreich finanziert worden ist. Das sogenannte „Kärntner Dorf" ist Teil des Projekts „Akamasoa", das den Menschen neue Lebensperspektiven gibt, indem es sie mit Häusern, Werkstätten und Schulen versorgt.

Von den 1.400 Häusern, die bis jetzt errichtet wurden, sind 480 durch Benefizkonzerte, Initiativen in Pfarren und private Spenden aus Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten ermöglicht worden. Das schilderte der Priester Josef Kopeinig, langjähriger Rektor des kirchlichen Bildungshauses Sodalitas im Kärntner Tainach, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Kathpress".

Kopeinig machte das Projekt „Akamasoa" vor mehreren Jahren in Österreich bekannt. Ursprünglich wollte Kopeinig durch seine Initiative mit Geldern aus Österreich 20 bis 30 Häuser finanzieren. Mittlerweile strebt er ein deutlich größeres Ziel an: „So Gott will, schaffen wir es noch dieses Jahr, das 500. Haus zu bauen", freut er sich über den Erfolg.

Die Argentinien-Kärnten-Connection

 

Dass nun Papst Franziskus das Sozialdorf auf Madagaskar besichtigt, freut Kopeinig ganz besonders. Schon im vergangenen Jahr konnte Kopeinig zusammen mit dem Gründer von „Akamasoa", dem argentinischen Missionar Pedro Opeka, bei einer Audienz im Vatikan mit Papst Franziskus über das Projekt auf Madagaskar sprechen. „Pedro Opeka und Papst Franziskus stammen beide aus Buenos Aires. Bei unserem Gespräch ist gegenüber dem Papst auch eine Einladung ausgesprochen worden, nach Akamasoa zu kommen. Deshalb war unser Besuch sicherlich auch ein Anstoß für den Papst, nach Madagaskar zu reisen", erinnert er sich an die Begegnung. Kopeinig beschreibt seinen Freund Pedro Opeka als „Apostel der Müllmenschen und eine große Persönlichkeit".

(kap – gs)

06 September 2019, 14:25