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Franziskus in Neapel: Eine Stadt umarmt den Papst

Ein kurzer, aber intensiver Besuch, wie sie typisch für Papst Franziskus geworden sind: Um 8 Uhr der Helikopter-Abflug aus dem Vatikan, Ankunft in Neapel um 9 Uhr, dann der kurze Transfer zum Sitz der Theologischen Fakultät Süditaliens, wo Franziskus am zweiten Teil der Konferenz zu den Herausforderungen und Spannungen, die den mediterranen Kontext im Licht von Veritatis Gaudium prägen, teilnehmen wird.

Um 12 Uhr wird der Papst mit seinem Redebeitrag die Konferenz abschließen. Anschließend war ein Mittagessen mit den Jesuiten der Universität geplant, dieses wurde jedoch aus nicht näher bekannten Gründen abgesagt: Somit wird der Papst bereits am frühen Nachmittag wieder zurück im Vatikan erwartet.

Die 30 Meter lange Bühne, auf der der Papst sitzt, dominiert den großen Vorplatz der Universität, im Hintergrund des Bühnenaufbaus kann man das Meer schimmern sehen. Über eintausend Teilnehmer sitzen bei strahlendem Sonnenschein auf den Stuhlreihen, die ersten sind bereits in den frühen Morgenstunden eingetroffen, um sich die besten Plätze zu sichern.

Das Publikum ist bunt gemischt, neben den Vertretern der Universität (unter ihnen der Großkanzler und Erzbischof von Neapel, Kardinal Crescenzio Sepe, sowie zahlreiche Professoren aus dem gesamten Mittelmeerraum) machen die zahlreichen Geistlichen, Ordensleute und Laien deutlich, welch unterschiedliche Studenten die Theologie heute anzieht. Rund 400 Studenten aller Coleur und 80 Dozenten zählt die Universität selbst. 

Franziskus ist bereits das zweite Mal während seines Pontifikates in Neapel, eine Geste, die die gastfreundlichen Neapolitaner mit großer Zuneigung beantworten. „Willkommen zurück, Franziskus“ betitelten die wichtigsten Zeitungen der Stadt ihre Morgenausgaben des heutigen Freitags, in denen sie ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass der Papst auch für einen kurzen außerplanmäßigen Gruß der Bevölkerung Zeit finden würde – dies ist in dem dichten Programm bisher nicht vorgesehen. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Kardinal Sepe davon gesprochen, dass zwar wenig Zeit sei, dafür umso mehr Zuneigung den Papst erwarte.

(vatican news - cs)

21 Juni 2019, 10:11