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Silvio Bàez, Weihbischof von Managua, verletzt nach einem Angriff im vergangenen Sommer Silvio Bàez, Weihbischof von Managua, verletzt nach einem Angriff im vergangenen Sommer 

Papst Franziskus empfängt Weihbischof von Managua

Franziskus informiert sich über die Situation in Nicaragua. Wie aus dem Terminkalender des Papstes hervorgeht, empfing er an diesem Donnerstagvormittag den Weihbischof von Managua, Silvio Baez, zu einer privaten Unterredung.

Baez steht an vorderster Front, wenn es darum geht, in Nicaragua Menschen- und Bürgerrechte einzufordern. Deswegen hat er bereits diverse Todesdrohungen erhalten, er und andere Kirchenvertreter wurden auch tätlich angegriffen.

Am derzeitig stattfindenden Nationalen Dialog nehmen die Bischöfe des Landes nicht teil, einziger kirchlicher Vertreter bei der jüngsten Neuauflage der Gespräche war der Apostolische Nuntius im Land, Waldemar Stanislaw Sommertag.

Ende der Krise nicht in Sicht

Die aktuellen Unruhen in Nicaragua hatten sich im vergangenen April zunächst an einer inzwischen zurückgenommenen Rentenreform entzündet. Anschließend richteten sich die landesweiten Proteste gegen die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit sowie gegen staatliche Gewalt. Nun fordern Vertreter der Zivilgesellschaft den sofortigen Rücktritt von Präsident Ortega. Der lehnt dies jedoch ab und macht die Opposition für die Gewaltausbrüche verantwortlich. Menschenrechtsorganisationen und die katholische Kirche werfen der Regierung schwere Menschenrechtsverstöße vor.

(vatican news - cs)

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04. April 2019, 14:09