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Papst Franziskus: Finger weg von Korruption!

Korruption ist eine Geißel, die Armut fördert und dem Gemeinwohl schadet. Darauf wies Papst Franziskus an diesem Montagvormittag bei einer Audienz für die Mitarbeiter des italienischen Rechnungshofes hin.

Mario Galgano - Vatikanstadt

In seiner Rede vor Richtern und Verwaltungspersonal des Rechnungshofs betonte Franziskus, dass eine Gesellschaft nur mit Transparenz und Ehrlichkeit vorwärts gehen könne. Eine Kultur der Legalität und der Bekämpfung der Korruption, der Kontrolle der finanziellen Ausgaben und der Aufmerksamkeit für die Armen: Der Papst beschäftigte sich mit diesen Fragen, als er mit den  Mitarbeitern des Rechnungshofs und ihren Familien in der vatikanischen Audienzhalle zusammenkam. Franziskus nannte die Ziele eines staatlichen Dienstes, der „nach Gerechtigkeit auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein soll“ und zur Verteidigung der „natürlichen Menschenrechte, deren Anerkennung eine Voraussetzung für die Existenz der Rechtsstaatlichkeit ist“.

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Strenge Kontrolle gegen die Versuchung, Geld zu veruntreuen

Der Papst wies darauf hin, dass der Untersuchungsrichter die Strenge mit einer auf den Menschen orientierten Sichtweise seines Berufs verbinden müsse:

„Eine strenge Kontrolle der Ausgaben dämpft die Versuchung, die in politischen oder administrativen Positionen immer wieder auftritt, Ressourcen nicht sinnvoll zu verwalten, sondern für die eigenen Zwecke oder zugunsten des Wahlkonsenses zu verwenden. ,Man muss einer soliden Politik den Vorrang geben, die die Institutionen zu reformieren und zu koordinieren vermag und die auch deren Betrieb ohne Pressionen und lasterhafte Trägheit gewährleistet. Freilich ist hinzuzufügen, dass die besten Vorkehrungen letztlich scheitern werden, wenn die großen Ziele, die Werte und eine humanistische, sinnerfüllte Auffassung fehlen, die jeder Gesellschaft eine edle und großherzige Orientierung verleihen'“, zitierte der Papst aus seiner Enzyklika Laudato si (181).

Korruption blutet die Gesellschaft aus

Unerlässlich sei in diesem Zusammenhang der „unaufhörliche Kampf gegen die Korruption“, so der Papst weiter:

„Dies ist eine der schlimmsten Plagen des Sozialgefüges, weil die Korruption der Gesellschaft sowohl ethisch als auch wirtschaftlich schweren Schaden zufügt: Mit der Illusion von schnellen und leicht zu erringenden Gewinnen verarmt die Korruption tatsächlich alle und entzieht dem gesamten System Vertrauen, Transparenz und Zuverlässigkeit. Korruption untergräbt die Würde des Einzelnen und zerbricht alle guten und schönen Ideale. Die Gesellschaft als Ganzes ist aufgerufen, echte Anstrengungen zu unternehmen, um den Krebs der Korruption in seinen verschiedenen Formen zu bekämpfen.“

Der italienische Rechnungshof ist ein unabhängiges Verfassungsorgan. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Staates, der 20 Regionen und der nachgeordneten Gebietskörperschaften zu überprüfen. Er entspricht in etwa dem deutschen Bundesrechnungshof.

(vatican news)

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Eindrücke von der Audienz im Vatikan
18 März 2019, 13:17