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Papst Franziskus und König Mohammed VI. Papst Franziskus und König Mohammed VI.  (Vatican Media)

Gemeinsamer Appell: Jerusalem – Stadt des Friedens und der Religionen

„Es ist uns wichtig, die Heilige Stadt Jerusalem / Al-Quds Acharif [wie der arabische Name der Stadt lautet] als gemeinsames Erbe der Menschheit und besonders der drei monotheistischen Religionen zu erhalten, als Ort der Begegnung und als Symbol friedlichen Zusammenlebens, wo gegenseitiger Respekt und Dialog kultiviert werden können.“ König Mohammed VI. von Marokko und Papst Franziskus unterzeichneten an diesem Samstag eine gemeinsame Erklärung zu Jerusalem.

Die Unterzeichnung fand im Anschluss an eine private Begegnung des Papstes mit dem König statt, zuvor war Franziskus offiziell im Land willkommen geheißen worden.

Beide – Papst und König – zeigen sich in ihrer Erklärung „tief besorgt um die spirituelle Bedeutung und die besondere Berufung Jerusalems als Stadt des Friedens”, die Stadt habe einen einzigartigen und heiligen Charakter, heißt es ganz zu Beginn des Textes. Es sei deswegen ihre Hoffnung, dass es für die Heilige Stadt „volle Zugangsfreiheit für alle Angehörigen der drei monotheistischen Religionen und ihr Recht auf Ausübung ihrer Religion“ gebe.

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Ungeklärter Status Jerusalems

Der Vatikan hat immer wieder die Besonderheit des Status von Jerusalem betont, Jerusalem müsse einen internationalen Status erhalten. Erst im Januar diesen Jahres hatte der Vatikanvertreter bei der UNO, Erzbischof Bernardito Auza, an eine entsprechende Resolution der Vereinten Nationen erinnert. Angesichts der unaussprechlichen Leiden von Millionen Menschen im Nahen Osten sei es dringlich, den Status von Jerusalem zu klären. Eine Grundlage für Friedensgespräche könnten allerdings nur die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats darstellen, so Auza.

Die Appelle der UNO wie auch jetzt aus Rabat richten sich gegen die Versuche, den aktuellen Status der Stadt zu ändern. Zuletzt hatten die USA und einige weitere Länder Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt, unter dem Protest großer Teile der Weltgemeinschaft. Die Vollversammlung der UNO hatte sich im Dezember vergangenen Jahres mit dem US-Beschluss befasst und in einer nicht bindenden Resolution gefordert, die US-Regierung solle die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurücknehmen.

Einzigartigkeit von „universalem Interesse“

Bei der Debatte hatte sich auch ein Mitglied der Vatikan-Delegation geäußert, Tomasz Grysa sprach davon, dass es die Pflicht aller Nationen sei, „den historischen Status Quo der Heiligen Stadt“ zu achten, so wie es „bedeutende UN-Resolutionen“ vorsähen. Jerusalem habe eine „einzigartige Identität, die von „universalem Interesse“ sei, fügte er in Worten an, die sich fast wörtlich in der Erklärung von Rabat wiederfinden.

Der Heilige Stuhl rufe deshalb zu einer friedvollen Lösung auf, welche die „Natur Jerusalems“ respektiere, so Monsignore Grysa weiter. Die Stadt sei „heilig und von universaler Bedeutung“. Nur ein international garantierter Status könne diesen einzigartigen Charakter bewahren und auch ein Garant für den Dialog und die Versöhnung sein, die den Frieden in jener Region garantiere.

(vatican news)

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Ein paar Eindrücke aus Marokko
30 März 2019, 16:30