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Papst Franziskus Papst Franziskus  (AFP or licensors)

Fastenbotschaft: „Nur wer als Kind Gottes lebt, tut der Schöpfung Gutes"

In seiner diesjährigen Fastenbotschaft warnt Franziskus vor der Anmaßung des Menschen, sich für den Gott der Schöpfung zu halten. Dies führe zur Ausbeutung der Schöpfung, der Menschen und der Umwelt. Nur wer als Kind Gottes lebe, tue der Schöpfung Gutes.

Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

Ausgangspunkt der Fastenbotschaft, die an diesem Dienstag veröffentlicht wurde, ist ein Pauluswort aus dem Römerbrief: „Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Röm 8,19). 

Die Bedrohung durch die negative Kraft der Sünde...

„Wenn der Mensch als Kind Gottes, als erlöste Person lebt, die sich vom Heiligen Geist leiten lässt und das Gesetz Gottes in die Praxis umzusetzen weiß, dann wird er auch der Schöpfung Gutes tun und an ihrer Erlösung mitwirken“, stellt Franziskus fest, um gleich zu warnen: „Doch in dieser Welt ist die durch die Erlösung geschaffene Harmonie noch immer und ständig von der negativen Kraft der Sünde und des Todes bedroht.“ 

Dort, wo Habgier die Oberhand gewinne, wir nicht als Söhne und Töchter Gottes lebten, sei unser Verhalten unserem Nächsten und den anderen Geschöpfen gegenüber oft zerstörerisch, warnt Franziskus. Und dann könne die Sünde den Menschen dazu führen „sich für den Gott der Schöpfung zu halten, sich als ihr absoluter Herrscher zu fühlen und sie nicht zu dem von Gott bestimmtem Zweck zu nutzen, sondern nur im eigenen Interesse und auf Kosten der Geschöpfe und der Mitmenschen.“

Wo das Gesetz des Stärkeren gilt, wird die Schöpfung ausgebeutet

Wenn das Gesetz Gottes, das Gesetz der Liebe, aufgegeben werde, setze sich das Gesetz des Stärkeren gegen den Schwächeren durch. Und dies führe letztendlich zur Ausbeutung der Schöpfung, der Menschen und der Umwelt, gab der Papst zu bedenken.

Was also tun? „Der Weg auf Ostern hin ruft uns dazu auf, unser christliches Angesicht und unser christliches Herz durch Reue, Umkehr und Vergebung zu erneuern, damit wir den ganzen Reichtum der Gnade des Paschamysteriums leben können,“ unterstreicht Franziskus. Und das sakramentale Zeichen dieser Umkehr sei die Fastenzeit: „Sie ruft die Christen dazu auf, das Paschamysterium in ihrem persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Leben stärker und konkreter Gestalt werden zu lassen, insbesondere durch das Fasten, Beten und Almosengeben.“

Den Brüdern und Schwestern in Not helfen

Es ginge also darum, nicht auf uns selbst fixiert zu sein, sondern uns dem Ostern Jesu zuzuwenden, uns auf unsere Brüder und Schwestern in Not zu konzentrieren, rät Franziskus: „So ziehen wir, wenn wir in unserem konkreten Leben den Sieg Christi über Sünde und Tod an-nehmen, seine verwandelnde Kraft auch auf die Schöpfung herab.“

(vatican news)

26 Februar 2019, 12:05