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Heilige Josephine Bakhita Heilige Josephine Bakhita 

Papst bittet um Gebet an afrikanische Heilige Josefine Bakhita

Zu Gebet und Einsatz im Kampf gegen Menschenhandel hat Papst Franziskus am Sonntag aufgerufen. Beim Angelus auf dem Petersplatz appellierte er an Regierungen, moderne Sklaverei zu bekämpfen und die Opfer zu schützen. Und er formulierte ein Gebet an die afrikanische Heilige Josefina Bakhita, die Schutzpatronin aller versklavten Menschen und ihrer Befreier.

Franziskus dankte besonders den vielen Ordensfrauen, die sich für die Abschaffung von Menschenhandel einsetzen und Opfer versorgen. „Aber wir können und müssen alle zusammenarbeiten, um die Fälle von Ausbeutung und Sklaverei von Männern, Frauen und Kindern anzuprangern“, so der Papst. Danach sprach er gemeinsam mit den Anwesenden das Gebet an Josephine Bakhita, dessen Text auf dem Petersplatz verteilt worden war. Es lautet:

„Heilige Josephine Bakhita, als Kind wurdest du als Sklavin verkauft und warst mit unsäglichen Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert.

Von deiner physischen Sklaverei befreit, hast du in deiner Begegnung mit Christus und seiner Kirche wahre Erlösung gefunden.

Heilige Josephine Bakhita, hilf all denen, die in der Sklaverei gefangen sind.

In ihrem Namen halte Fürsprache beim Gott der Barmherzigkeit, damit die Ketten ihrer Gefangenschaft gesprengt werden können.

Möge Gott selbst all jene befreien, die durch Sklaverei und Menschenhandel bedroht, verwundet oder misshandelt wurden. Er bringe Erleichterung für diejenigen, die diese Sklaverei überleben und lehre sie, Jesus als ein Modell des Glaubens und der Hoffnung zu sehen, damit ihre Wunden heilen können.

Wir bitten dich, für uns alle einzutreten und zu bitten, sodass wir nicht in Gleichgültigkeit verfallen, sondern damit wir unsere Augen öffnen und auf das Elend und die Wunden so vieler Brüder und Schwestern schauen können, die ihrer Würde und Freiheit beraubt sind, und ihren Hilferuf hören. Amen.”

8. Februar: Heilige Josephine Bakhita

Am Freitag hatte die katholische Kirche ihren fünften „Internationalen Tag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel“ begangen. Papst Franziskus hatte ihn 2015 eingeführt und auf den 8. Februar gelegt, den Gedenktag der sudanesischen Heiligen Josephine Bakhita, die selbst Opfer von Sklaverei gewesen war.

(vatican news – gs)

 

10 Februar 2019, 11:57