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Vatican News

Papst: Ordensfrauen-Chefin und Sant´Egidio-Gründer zu Besuch

Nach einem terminfreien Freitag hat Papst Franziskus an diesem Samstag gleich mehrere Gäste empfangen.

So war Schwester Carmen Sammut (67), Vorsitzende der weltweiten Ordensfrauenvereinigung UISG, beim Papst. Das teilte das vatikanische Presseamt nach der Begegnung ohne weitere Angaben mit. Die Vereinigung trifft sich im Mai in Rom zu ihrer Vollversammlung. Sammut, Generaloberin der Missionsschwestern „Unserer Lieben Frau von Afrika“, steht seit 2013 an der Spitze der Internationalen Vereinigung von Generaloberinnen.

Die UISG hatte im November Ordensfrauen die Opfer von Missbrauch wurden zur Anzeige aufgerufen. Die Vereinigung forderte zudem transparentes Handeln bei Missbrauchsfällen in Kongregationen, Pfarreien und Diözesen sowie im öffentlichen Bereich. Die UISG umfasst weltweit 2.000 Vertreterinnen apostolisch tätiger Kongregationen mit mehr als 900.000 Mitgliedern.

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Mit Riccardi über Migranten und Armut gesprochen

Ebenfalls an diesem Samstag war der Gründer der katholischen Basisgemeinschaft Sant´Egidio, Andrea Riccardi, beim Papst. Vor 50 Jahren hatte der damals 18-jährige Riccardi zusammen mit weiteren Gymnasiasten in Rom die Bewegung gegründet, die sich um Bedürftige kümmert. Heute zählt die Basisgemeinschaft 60.000 Mitglieder und ist in über 70 Ländern aktiv, auch in mehreren Städten im deutschen Sprachraum.

Bei der Begegnung sei es unter anderem um die Aufnahme und Integration von Migranten und Flüchtlingen gegangen, teilte die Gemeinschaft nach der Begegnung am Samstag mit. Zwei Rettungsschiffe der deutschen Organisationen Sea-Watch und Sea-Eye warten derweil vor Malta auf Anlageerlaubnis in einem sicheren Hafen. An Bord haben sie insgesamt 49 Migranten, die im Dezember im Mittelmeer geborgen wurden. Sant'Egidio ist auch in der Flüchtlingshilfe aktiv. Die Gemeinschaft ist federführend bei der Organisation sogenannter humanitärer Korridore zur Aufnahme von Flüchtlingen in Italien und weiteren Ländern.

Als weitere Themen des Treffens von Riccardi und Franziskus nannte Sant'Egidio Armut, die Zukunft Afrikas und Frieden auf der Welt.

(kna/vatican news – mg)

05 Januar 2019, 14:45