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Von der Loggia des Petersdoms aus spendet der Papst den Segen Von der Loggia des Petersdoms aus spendet der Papst den Segen  (AFP or licensors)

Live bei uns: Papstsegen „Urbi et orbi“

Traditionell spendet der Papst diesen Segen am ersten Weihnachtsfeiertag, sowie am Ostersonntag. Mit dem Segen verbunden ist ein vollkommener Ablass – wenn die Voraussetzungen stimmen.

Zu Weihnachten und Ostern erteilt der Papst vom Balkon des Petersdomes aus den Segen „Urbi et orbi“. Wir übertragen die Feier live und mit deutschem Kommentar, am 25. Dezember, um 12 Uhr und zwar auf unserer Internetseite sowie auf unserem Youtube-Kanal und bei unseren Partnersendern. Die lateinischen Worte bedeuten übersetzt „der Stadt und dem Erdkreis“. In dieser Formel kommt der weltumfassende Anspruch der katholischen Kirche zum Ausdruck. Sie geht auf die römische Antike zurück. Damals galt Rom als Inbegriff der Stadt (urbs) schlechthin und als Mittelpunkt des Erdkreises (orbis). Mit dem Segen „Urbi et orbi“ verbunden ist ein vollkommener Ablass.

Nachlass zeitlicher Sündenstrafen

Er bezieht sich nach katholischer Lehre auf alle zeitlichen Sündenstrafen. Voraussetzung für seinen Erhalt ist, dass die jeweilige Schuld durch Beichte, Kommunionempfang und Gebete sowie Werke der Buße schon getilgt ist. Segen und Ablass gelten seit 1985 auch für alle Gläubigen, die die Zeremonie am Fernseher verfolgen. Für Radiohörer ist dies schon seit 1967 der Fall. Lange Zeit waren mit dem „Urbi et orbi“ auch Oster- beziehungsweise Weihnachtsgrüße des Papstes verbunden. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. verlasen sie in mehr als 60 Sprachen. Franziskus verzichtete bisher auf diesen Brauch. Der Vatikan verwendet die Formel „Urbi et orbi“ außerdem für bestimmte Dokumente, die weltweite Geltung beanspruchen. Weitere Anlässe für ihren Gebrauch sind Selig- und Heiligsprechungen, besondere Ablässe sowie der erste Segen, den ein Papst nach seiner Wahl spendet.

(kna - ck)

21 Dezember 2018, 11:09