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Papst an Jugend: Baut Brücken statt Mauern!

Vertrauen in die Jugend und Einsatz für Frieden und Dialog: Papst Franziskus hat in einer Videobotschaft an die Teilnehmer einer Marienandacht am Samstag Ratschläge an Jugendliche erteilt und gleichzeitig deren Eltern und Erwachsenen aufgerufen, auf die Jugend zuzugehen.

Mario Galgano – Vatikanstadt

„Jugendliche beißen nicht“, so der Papst in seiner Botschaft an die Gäste der Marienandacht im Wallfahrtsort San Gabriele dell'Addolorata bei Teramo. Man könne sich Jugendlichen nähern, ohne Angst vor ihnen zu haben, so der Ratschlag des Papstes an den Eltern und Erwachsenen. Doch seine Botschaft richtete Franziskus vor allen Dingen den Jugendlichen selber: Baut Brücken statt Mauern, so lautete seine Bitte.

Zum Nachhören

Dass der Papst eine Botschaft richtete, lag daran, dass die Andacht Teil der Vorbereitung auf die Jugendsynode im Oktober in Rom war. Es handelte sich nicht nur um eine italienische kirchliche Veranstaltung, denn per Videozuschaltung waren auch Jugendliche aus Panama, wo im Januar 2019 der nächste internationale Weltjugendtag stattfinden wird, sowie junge Teilnehmer aus dem russischen Nowosibirsk, Irland und Taiwan mit dem Wallfahrtsort San Gabriele dell´Addolorata verbunden. Auch die beiden deutschstämmigen Bischöfe Joseph Werth und Clemens Pickel in Russland waren zugeschaltet.

In seiner Botschaft ging der Papst vor allem auf den Umgang mit der Jugend ein. Er betonte, dass man Jugendliche zuhören solle statt nur über sie zu reden, denn sie seien die Halter des Schlüssel zur Zukunft. Und auch wenn sie sich aus Unwissenheit mitunter irrten, sollten sie sich „nicht den Mund verbieten lassen“, so Franziskus, „weder von ihren Eltern noch von Priestern oder Lehrern“. Die Kirche und die Welt bräuchten die Jugend, um sich selber verjüngen zu können.

(kna/vatican news)

13 Mai 2018, 11:13