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Papst Franziskus legt ein neues Lehrschreiben zum Thema Heiligkeit vor Papst Franziskus legt ein neues Lehrschreiben zum Thema Heiligkeit vor  (AFP or licensors)

Papst veröffentlicht neues Lehrschreiben am Montag

Papst Franziskus veröffentlicht am kommenden Montag eine neue Apostolische Exhortation.

Sie trägt den Titel „Gaudete et Exsultate" („Freut Euch und jubelt") und handelt von der Berufung zur Heiligkeit in der heutigen Welt, kündigte der vatikanische Pressesaal am Donnerstag an. Vorstellen werden das neue Papstdokument am Montag der Generalvikar der Diözese Rom, Erzbischof Angelo De Donatis, die frühere Präsidentin der Katholischen Aktion Italiens, Paola Bignardi, und der Journalist Gianni Valente.

Das Lehrschreiben ist der Form nach eine „Apostolische Exhortation" wie zuvor bereits Franziskus' Programmschrift „Evangelii gaudium" (2013) und „Amoris laetitia" (2016).

“ Heiligsein kein Privileg für wenige ”

„Heilig zu sein ist kein Privileg für wenige", sagte Papst Franziskus zu Allerheiligen 2013; „wir alle haben mit der Taufe das Erbe, heilig werden zu können." Auch könne man Heiligkeit weder kaufen noch verschenken, so Franziskus in einer seiner Morgenpredigten im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Vielmehr sei sie ein Weg der Nachfolge Jesu, und den müsse jeder selbst gehen. Dazu müsse man nur auf Jesus Christus schauen, fordert der Papst immer wieder: „Er lehrt uns, heilig zu werden."

Zur Heiligkeit gehörten vor allem Freude und die Bereitschaft, sich selbst klein zu machen und um Vergebung zu bitten.

„Wir dürfen nicht meinen, dass es leichter sei, Verbrecher zu sein als Heilige! Nein. Man kann heilig sein, weil der Herr uns hilft", sagte Franziskus bei einer Generalaudienz im Juni 2017. Gottes ersten Anstoß und Hilfe dazu nennt die Kirche Gnade. Sie gilt allen, die glauben. Daher hängt Heiligkeit auch von keiner Weihe ab. Priesterliche Vollmacht gehöre auf die „Ebene der Funktion und nicht (...) der Würde und der Heiligkeit", zitierte Franziskus in „Evangelii gaudium" seinen Vorvorgänger Johannes Paul II.

Grundlage für beide sind die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65), vor allem in der sogenannten Kirchenkonstitution „Lumen Gentium" (LG). „Alle Christgläubigen sind in allen Verhältnissen und in jedem Stand je auf ihrem Wege vom Herrn berufen zu der Vollkommenheit in Heiligkeit." Diese Aussage auf Franziskus' Art markant ausgeführt - das dürfte den Leser im nächsten Papstschreiben erwarten.

(Vatican News/kap – gs)

05 April 2018, 13:42