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Tanzen und singen: Der Papst im Kinderheim Tanzen und singen: Der Papst im Kinderheim 

Besuch im Kinderheim: „Die Welt braucht euch so wie ihr seid“

„Findet euch nicht damit ab, das Schlusslicht der Gesellschaft zu sein, das nur als Anhängsel mitgezogen wird. Wir brauchen euch als Motor, der antreibt“: Papst Franziskus ermutigte junge Menschen im Amazonasgebiet, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Bernd Hagenkord SJ, Vatikanstadt

Die Großen, die Erwachsenen, geben jungen Menschen oft nicht die Beachtung, welche sie verdienen: um dies zu ändern sei er in das Kinderheim „Der Kleine Prinz“ in Puerto Maldonado, im Amazonasgebiet Perus, gekommen, sagte Franziskus. Der Papst wurde von tanzenden Kindern begrüßt und bat um Vergebung für die häufige Nichtbeachtung: „Ihr seid zweifelsohne der wertvollste Schatz, den wir zu hüten haben.“

 

Licht der Hoffnung

 

Ein Jugendlicher hatte in seinen Begrüßungsworten gesagt, er wünsche sich vom Papst eine Botschaft der Hoffnung, diesen Wunsch drehte Papst Franziskus um: „dein Leben, deine und eure Worte sind ein Licht der Hoffnung. Ich will euch für euer Zeugnis danken. Danke dafür, dass ihr Licht der Hoffnung für uns alle seid.“

„Ich will euch für euer Zeugnis danken. Danke dafür, dass ihr Licht der Hoffnung für uns alle seid.“

Die Jugend sei für alle Menschen ein Zeichen für die „unermesslichen Möglichkeiten, die jeder Person innewohnen“. Dann aber tropfte er einige klagende Worte in seine bislang positive Botschaft, er kam wie bei den vorherigen Terminen auch schon auf die Umweltzerstörung im Amazonasgebiet zu sprechen.

Die Wälder seien „durch den Rauch eines falsch verstandenen Fortschritts verwüstet. Die Flüsse, an denen ihr gespielt habt und euch zu essen gaben, sind heute verschmutzt, verunreinigt, tot.“ Und an die Klage schloss der Papst seine Aufforderung an: „Ihr jungen Leute - findet euch nicht mit dem ab, was gerade geschieht!“

 

 

Nicht mit der Situation abfinden

 

Der Papst ermutigte seine Zuhörer dazu zu studieren, sich zu bilden und zu qualifizieren: „Die Welt braucht euch junge Menschen aus den indigenen Völkern, und sie braucht euch so, wie ihr seid. Findet euch nicht damit ab, das Schlusslicht der Gesellschaft zu sein, das nur als Anhängsel mitgezogen wird. Wir brauchen euch als Motor, der antreibt.“ Dazu gehörten sowohl die Wertschätzung der Traditionen wie auch die Neugierde.

„Wir brauchen euch als authentische junge Menschen, die stolz darauf sind, zu den Amazonas-Völkern zu gehören und die der Menschheit eine wirkliche Lebensalternative bieten“, wünschte sich der Papst.

„Wir brauchen euch als authentische junge Menschen, die stolz darauf sind, zu den Amazonas-Völkern zu gehören und die der Menschheit eine wirkliche Lebensalternative bieten.“

Einen ausdrücklichen Dank richtete der Papst zum Abschluss an diejenigen, „die die jungen Menschen in ihrer Identifikation mit Amazonien bestärken, und ihnen helfen, eine bessere Zukunft für ihre Gemeinschaften und für den ganzen Planeten zu schmieden.“

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19. Januar 2018, 19:02