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Papst Franziskus spricht während des Fluges zu den mitreisenden Journalisten Papst Franziskus spricht während des Fluges zu den mitreisenden Journalisten  (AFP or licensors)

Papst in tiefer Sorge wegen Atomkrise

Papst Franziskus hat bei seinem Flug nach Chile im Gespräch mit Journalisten gesagt, er fürchte einen Atomschlag, ausgelöst durch eine Unbedachtsamkeit.

An Bord der Alitalia-Maschine mit dem Ziel Santiago ließ der Papst an die 70 mitreisenden Journalisten jene Bildkärtchen verteilen, die er zum Jahreswechsel verschickt hatte; das Foto aus dem Jahr 1945 zeigt einen kleinen Jungen in Nagasaki, der auf seinem Rücken das tote Brüderchen zum Krematorium trägt. In der Bildunterschrift ist von der Verzweiflung des Jungen die Rede, „die sich ausdrückt in der Geste, sich bis aufs Blut die Lippen zu beißen“; auf der Rückseite der Karte steht die Aussage gedruckt: „die Frucht des Krieges“.

Er sei zufällig auf das Bild gestoßen und es habe ihn so berührt, dass er es teilen wollte, sagte der Papst. Einer Journalistin, die ihn zu seiner Sorge wegen eines möglichen Atomkrieges befragte, antwortete Franziskus, er befürchte eine Situation, die sich ganz plötzlich zuspitzen könnte. Der Einsatz für atomare Abrüstung sei dringend.

(vatican news – gs)

Das Gespräch mit mitfliegenden Journalisten
15 Januar 2018, 14:41