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Papst Franziskus beim Besuch der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Rom Papst Franziskus beim Besuch der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Rom  (AFP or licensors)

Papst besucht ukrainische Gemeinde in Rom: „Mögen die Waffen schweigen!“

Papst Franziskus hat am Sonntagabend die ukrainische griechisch-katholische Gemeinde in Rom besucht. Dabei betete er in der Kirche Santa Sofia um einen Frieden in der Ostukraine, in der seit etwa vier Jahren Krieg herrscht.

Christine Seuss und Stefan von Kempis - Vatikanstadt

„Ich verstehe, dass Ihre Herzen voller Angst um Ihr Land sind, vor allem wegen der Geißel des Krieges und wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass ich Ihnen nahe bin: im Herzen, im Gebet, bei der Eucharistiefeier. Ich rufe den Friedensfürsten an, dass die Waffen (in der Ukraine) schweigen mögen… Ich bitte ihn auch darum, dass in Ihren Herzen die Hoffnung nie erlöschen, sondern der Mut zum Vorwärtsgehen und zum Neuanfang gestärkt werden möge.“

Der Papst erzählte, dass er jeden Morgen und jeden Abend vor einer Ikone bete, die ihm der Großerzbischof der ukrainisch-katholischen Kirche noch in Buenos Aires geschenkt habe. Sie stelle die „Muttergottes der Zärtlichkeit“ dar. Er beginne und beende also jeden Tag „ukrainisch“, sagte er zur Erheiterung seiner Zuhörer.  Die Ikone habe er sich neben einigen wenigen ausgewählten Dingen aus seiner argentinischen Heimat nach Rom bringen lassen; jeden Abend küsse er die Abbildung vor dem Schlafengehen und begrüße sie am Morgen.

“ Ein großer Dienst der Nähe ”

Außerdem erklärte der Papst, er kenne die ukrainische Liturgie gut, da er in seiner Kindheit dreimal in der Woche bei einem ukrainisch-katholischen Geistlichen in Argentinien Messdiener gewesen sei. Das Grab dieses Geistlichen, eines späteren Bischofs, hat der Papst am Sonntag in der Krypta von Santa Sofia besucht.

Franziskus dankte den zahlreichen Frauen aus der Ukraine, die in Italien als Alten- und Krankenpflegerinnen tätig sind. Sie seien „Apostel der Nächstenliebe und des Glaubens“. „Ich lade Sie dazu ein, Ihre Arbeit, die oft mühsam und wenig zufriedenstellend ist, nicht nur als eine Arbeit anzusehen, sondern als eine Mission: Sie sind die Bezugspunkte im Leben vieler alter Menschen – Schwestern, die sie fühlen lassen, dass sie nicht allein sind… Das ist ein großer Dienst der Nähe…“

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28 Januar 2018, 17:33