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Gedenken in den Fosse Ardeatine im Süden Roms Gedenken in den Fosse Ardeatine im Süden Roms 

Papst: Andacht und Gebet an einem Ort des Grauens

Schweigen und Gebet an einem Ort des Grauens und der mahnenden Erinnerung charakterisierten den Besuch des Papstes an den Ardeatischen Höhlen. Papst Franziskus schritt andächtig die langen Gänge des Höhlensystems ab, in dem am 24. März 1944 335 italienische Zivilisten, darunter 75 jüdische Geiseln, in einer Vergeltungsmaßnahme durch die Deutsche Wehrmacht erschossen worden sind.

Nach einem langen stillen Gebet am Gedenkort des Massakers legte der Papst Blumen an den Gräbern nieder, es folgte ein gemeinsames Gebet des Papstes und des römischen Oberrabbiners im Mausoleum. Anschließend trug sich der Papst ins Gästebuch der Gedenkstätte ein.

Nur 323 der Opfer des Massakers konnten bisher indentifiert werden. Die Wehrmacht hatte sich mit dem Vergeltungsschlag für den Angriff von italienischen Widerstandskämpfern auf Angehörige des Polizeiregiments Bozen rächen wollen. Dem Attentat waren 33 Südtiroler zum Opfer gefallen.

(rv 02.11.2017 cs)

02 November 2017, 09:08