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Frühmesse: Papst betet für alle, die ungerecht behandelt werden

Die Karwoche lädt uns ein, über die Verfolgung nachzudenken, die Jesus erdulden musste. Darauf ging Papst Franziskus bei der Frühmesse an diesem Dienstag in der Casa Santa Marta ein.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Franziskus eröffnete die Frühmesse mit dem Gedanken an alle, die verfolgt werden. „In diesen Tagen der Fastenzeit haben wir gesehen, welche Verfolgung Jesus erdulden musste und wie unerbittlich die Schriftgelehrten gegen ihn vorgegangen sind: Er wurde von Menschen voller Hass verurteilt, obwohl er unschuldig war. Ich möchte heute für alle Menschen beten, die aus Hass unschuldig verurteilt werden“, sagte der Papst in seinen Gebetsintentionen zu Beginn der Morgenmesse in Santa Marta.

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„Keiner von uns - so Franziskus in seiner Predigt - ist zufällig auf die Welt gekommen, jeder hat eine Bestimmung, eine freie Bestimmung, die Bestimmung, von Gott erwählt zu sein. Wir sind mit der Bestimmung geboren, Kinder Gottes zu sein, Diener Gottes mit der Aufgabe, zu dienen. Jesus hat bis zum Tod gedient. Sein Kreuzestod, der eine Niederlage zu sein schien, hat doch in Wahrheit gezeigt, welche Haltung des Dienens wir in unserem Leben einnehmen müssen: Dienen heißt, sich den anderen zu schenken, für sich selbst keinen Nutzen zu erwarten: immer nur Dienst.“

Papst Franziskus bei der Frühmesse
Papst Franziskus bei der Frühmesse

Ausgehend vom Tagesevangelium nach Johannes (Joh 13, 21-33.36-38), in dem Jesus dem Petrus sagt, dass dieser ihn verleugnen wird, stellte der Papst heraus, dass es nicht einfach sei, zu dienen. In der Ersten Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja (Jes 49, 1-6) ging es um die Haltung des dienenden Volkes.

„Wenn wir uns von dieser Berufung zum Dienen entfernen, entfernen wir uns von der Liebe Gottes.“

„Wenn sich das Volk Gottes von dieser Haltung des Dienens entfernt, ist es ein abtrünniges Volk. Ein Volk, das sich von der Berufung entfernt, die ihm Gott gegeben hat. Wenn wir uns von dieser Berufung zum Dienen entfernen, entfernen wir uns von der Liebe Gottes.“

Jeder von uns - so schloss der Papst - „kann fallen, ja ist schon gefallen... nur die Muttergottes und Jesus nicht. Wir alle sind Sünder, aber was zählt, ist die Haltung vor Gott, der jeden von uns erwählt hat, jeden von uns als Diener gesalbt hat. Was zählt, ist die Haltung des Sünders, der fähig ist, um Vergebung zu bitten wie Petrus es getan hat, der -  als der Hahn krähte - weinte und bereute: das ist der Weg des Dienens. Wir dürfen nie vergessen, dass wir Diener sind, um zu dienen, und nicht, um unseren Platz in der Kirche auszunutzen. Nein, wir sollen immer nur dienen: bitten wir um die Gnade, im Dienst auszuharren... Manchmal auch mit Ausrutschern, mit Stürzen... aber bitten wir dann wenigstens um die Gnade, zu weinen, wie Petrus geweint hat“.

(vatican news)

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Eindrücke von der Frühmesse mit Franziskus
07 April 2020, 07:48
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