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Papst bei der Frühmesse Der Papst bei der Frühmesse  (Vatican Media)

Frühmesse: Heiliger Geist ist Hefe des Glaubens

Es ging um Heuchelei, genauer gesagt um „heuchlerische Christen“ in der Predigt bei der Frühmesse von diesem Freitag. Franziskus erläuterte, es sei Heuchelei, „wenn man den Heiligen Geist nicht aufnimmt“, denn dieser sei „Hefe“, die dazu diene, den Glauben wachsen zu lassen.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Vorwärts gehen mit dem „Sauerteig des Heiligen Geistes“, das war die Aufforderung des Papstes in seiner Predigt. Dies sei ein Erbe, das Gott allen Menschen gebe. In seinen Erläuterungen zum Lukasevangelium (Lk 12, 1-7) ging der Papst auf zwei Arten von Menschen ein, die sich in der Passage des Tagesevangeliums wiederfinden und die sehr unterschiedlich zueinander stehen.

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Da seien einerseits jene, die dem „Sauerteig der Pharisäer“ nachgingen, also Menschen, die in sich selbst eingeschlossen seien und nur daran interessiert seien, wie sie auf andere wirken. Als Beispiel nannte der Papst jene, die Almosen geben und dies dann lautstark überall bekannt machen. Und wenn jemand wirklich Hilfe brauche, dann seien diese Almosengeber nicht mehr zu finden.

Jesus toleriert keine Heuchelei

„Diese Hefe ist, wie Jesus sagt, gefährlich. Hütet euch davor. Es ist Heuchelei! Jesus toleriert keine Heuchelei. Es ist, wenn man schön erscheinen will, auch mit schönen wohlerzogenen Manieren, aber mit schlechten Gewohnheiten im Inneren. Und Jesus selbst sagt: ,Von außen seid ihr schön, aber innen ist Verwesung und Zerstörung, da gibt es nur Trümmer.' Diese Hefe, die nach innen wächst, ist eine Hefe, die ohne Zukunft wächst, denn im Egoismus wendet man sich gegen sich selbst, und da gibt es keine Zukunft. Es gibt aber auch eine andere Art Mensch, den wir mit einer anderen Hefe sehen und der das Gegenteil dessen ist, was wir vorhin gehört haben: Da wächst die Hefe nach außen. Da wächst man als Erbe heran.“

Und gerade in der Lesung aus dem Paulusbrief an die Epheser (Eph 1, 11-14) werde beschrieben, wie „in Christus auch wir zu Erben gemacht wurden, die vorherbestimmt sind“. Es handle sich um Menschen, die „nach außen“ gerichtet sind.

„Manchmal machen diese Menschen auch Fehler, aber sie korrigieren sich selbst; manchmal fallen sie, aber sie stehen wieder auf. Manchmal sündigen sie, aber sie bereuen. Und immer sind sie nach außen gerichtet, nach außen, zum Erbe Gottes hin - weil Er es versprochen hat. Und diese Menschen sind freudige Menschen, weil ihnen ein sehr großes Glück verheißen wurde: dass sie Herrlichkeit sein werden, Lob Gottes. Und der Sauerteig ist, wie Paulus sagt, für jene Menschen der Heilige Geist, der uns dazu drängt, Seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit Gottes zu preisen.“

Heuchlerische Christen nehmen Heiligen Geist nicht an

Diese zweite Art Menschen sollten Christen sein, fuhr Franziskus fort. Aber es gebe leider auch heuchlerische Christen, die den Sauerteig des Heiligen Geistes nicht annähmen.

„Deshalb warnt uns Jesus: ,Seht euch den Sauerteig der Pharisäer an.' Der Sauerteig der Christen soll jedoch jener des Heiligen Geistes sein, der uns hinaus bringt und wachsen lässt - mit allen Schwierigkeiten des Wachsens, sogar mit allen Sünden, aber immer mit Hoffnung. Der Heilige Geist ist gerade die Hinterlegung dieser Hoffnung, dieses Lobes, dieser Freude. Im Herzen sind diese Menschen, die den Heiligen Geist als ihren Sauerteig haben, freudig, auch bei Problemen und Schwierigkeiten. Die Heuchler haben vergessen, was es bedeutet, freudig zu sein.“

(vatican news)

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19 Oktober 2018, 11:39
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