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Benedikt XVI. liebte die Natur (Archivbild) Benedikt XVI. liebte die Natur (Archivbild) 

Gedenken an Benedikt XVI.

Die Bischöfe von Passau und Augsburg haben am Wochenende je ein Requiem für Benedikt XVI. gefeiert. Im Passauer Dom würdigte Bischof Stefan Oster den früheren Papst unter anderem für dessen Amtsverzicht. Damit habe Benedikt „einen für das Papsttum echten Schritt ins Heute getan“ und gezeigt, „dass er wirklich ein Hörender ist.“

Im Augsburger Dom hielt Bischof Bertram Meier statt einer eigenen Predigt eine kurze Einführung zu Benedikt XVI. und ließ den Verstorbenen danach selbst sprechen, indem Sprecherinnen und Sprecher zentrale Aussagen aus dessen Texten vorlasen. Meier sagte: „Papst Benedikt war mutig und zugleich demütig.“ Er habe darum gerungen, wie die Fortschritte der Wissenschaft mit dem Glauben der Kirche in Einklang zu bringen seien, so Meier. Zugleich habe Papst Benedikt „sich und seine Positionen klar abgegrenzt, wenn er den Anspruch der absoluten Offenbarung als Vorgabe Gottes relativiert und auf dem Altar des Zeitgeistes geopfert sah.“

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode würdigte Benedikt XVI. als „Rufer in der Wüste" und „prägende Persönlichkeit der ganzen Kirche". Er selbst habe sich, so Bode, „in manchen Punkten von Aussagen Benedikts entfernt. Aber das schmälert nichts an meiner Wertschätzung und Dankbarkeit für ihn“, so Bode in seiner sehr persönlich gehaltenen Predigt bei einem Trauergottesdienst im Osnabrücker Dom. Bode hatte vor 50 Jahren bei Joseph Ratzinger in Regensburg studiert. „Ohne ihn stünde auch ich hier nicht", bekannte der Bischof.

(kna - cs)

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08. Januar 2023, 16:31