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Die KZ-Gedenkstätte Dachau Die KZ-Gedenkstätte Dachau  

D: Kardinal Marx erinnert an Märtyrer aus KZ Dachau

Bei einem Gottesdienst auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau hat der Münchner Kardinal Reinhard Marx die Bedeutung von Erinnerung und Gedenken hervorgehoben. Der Gottesdienst diesen Sonntag fand anlässlich des diözesanen Gedenktags der seligen Märtyrer von Dachau statt. Bei 40 der 57 seliggesprochenen Märtyrer, die im KZ Dachau inhaftiert waren und dort verstarben, jährt sich 2022 der Todestag zum 80. Mal

„Ein solcher Ort und das Zeugnis der Märtyrer von Dachau sind wichtig für die Gesellschaft von heute, für unser Miteinander“, so Kardinal Marx laut einer Pressemitteilung seines Erzbistums. Es sei wichtig, „Dachau nicht zu einem musealen Erinnerungsort zu machen, sondern zu einem Ort, wo begriffen wird, verstanden wird, wo wir in die Wahrheit geführt werden“, mahnte der Münchner Erzbischof.

Am Vortag des Gedenkens wurde in diesem Jahr in Polen in besonderer Weise an Schwester Maria Felicitas Ellmerer aus dem oberbayerischen Grafing erinnert: Sie wurde im Dom zu Wrocław, dem früheren Breslau, seliggesprochen. Sr. Maria Felicitas, 1889 in Grafing geboren und auf den Namen Anna getauft, tritt 1911 der Kongregation der Schwestern von der Heiligen Elisabeth bei und wird am 24. März 1945 in Neisse, dem heutigen polnischen Nysa, von Soldaten der sowjetischen Roten Armee erschossen, als sie sich und andere Frauen vor drohenden Vergewaltigungen schützt.

(pm-sst)

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12. Juni 2022, 15:32