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Österreich: Stiftung Pro Oriente nimmt Synodalität in den Blick

Das „Forum Syriacum“ der Stiftung Pro Oriente nimmt künftig das Thema Synodalität verstärkt in den Blick. Das hat der Vorsitzende des Forums, der Salzburger Ostkirchenexperte Dietmar Winkler, betont. Das Forum kam dieser Tage unter dem Vorsitz Winklers virtuell zu einer Online-Sitzung zusammen, bei der die nächsten Arbeitsschritte vereinbart wurden.

Das „Forum Syriacum“ ist eine Kommission, die den Dialog zwischen den Kirchen syrischer Tradition ermöglicht und pflegt. Gleichzeitig bestimmen die Mitglieder des Forums theologische und nicht-theologische Themenkreise, die in Form von wissenschaftlichen Tagungen (Colloquium Syriacum) behandelt werden. Nun sollen die Synodalitätserfahrungen der orthodoxen und katholischen Kirchen syrischer Tradition auch für die Römisch-katholische Kirche fruchtbar gemacht werden, erläuterte Professor Winkler im Blick auf den von Papst Franziskus angestoßenen weltweiten synodalen Prozess.

Das „Forum Syriacum“ setzt sich aus Vertretern der Assyrische Kirche des Ostens, der Alten Kirche des Ostens, der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien mit der Malankara Syrisch-Orthodoxen Kirche, der Malankarisch Orthodoxen Syrischen Kirche, der Chaldäisch-Katholischen Kirche, der Maronitischen Kirche, der Syrisch-Katholischen Kirche, der Syro-Malabarischen Kirche, der Syro-Malankarischen Kirche und der Malankarischen Mar Thoma-Syrischen Kirche zusammen.

Mitglieder aus Europa, Nahost und Indien

Die Mitglieder des Forums kommen aus Europa, Nahost und Indien. Sie zeigten sich bei ihrem Treffen höchst erfreut über die Wahl des bisherigen Vertreters der Assyrischen Kirche des Ostens im „Forum Syriacum“, Mar Awa Royel, zum neuen Katholikos-Patriarchen seiner Kirche, die im September erfolgt war. Ein Nachfolger für das neue assyrische Kirchenoberhaupt im „Forum Syriacum“ soll in Kürze nominiert werden. Die Alte Kirche des Ostens, die Syro-Malankarische Kirche und die Syrisch-Katholische Kirche waren bereits bei der aktuellen Sitzung durch neue Mitglieder vertreten.

Wiewohl es sich bei der Kommission um keine „offizielle“ Einrichtung der Kirchen handelt, wird ihr durchaus auch kirchlicherseits einige Bedeutung zugemessen. Das zeigt sich u.a. daran, dass in der Person von P. Hyacinthe Destivelle auch der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen prominent als ständiger Beobachter vertreten ist.

(kap – mg)

25 November 2021, 10:48