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Neuer Alltag in Kabul Neuer Alltag in Kabul  (AFP or licensors)

D: Caritas will Arbeit in Afghanistan fortsetzen

Caritas Deutschland will ihre Arbeit in Afghanistan fortsetzen. „18 Millionen Menschen gelten als vom Hunger bedroht, drei Millionen Kinder als mangelernährt“, sagte der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, der „Augsburger Allgemeinen“ in der Donnerstagsausgabe.

„Die Afghanen brauchen Hilfe“, so der Caritas-Präsident. Von zwölf Projekten ruhten derzeit allerdings zehn, „weil die finanziellen Mittel fehlen“, erläuterte Neher. „Die Banken öffnen erst peu a peu wieder.“ An zwei Projekten werde weitergearbeitet. „Das eine ist eine orthopädische Werkstatt, wo orthopädische Hilfsmittel hergestellt werden. Das andere ist ein Projekt für Tuberkulose- und Leprakranke.“

Den Abzug der westlichen Truppen aus dem Land nannte Neher ein politisches Desaster, das auch der Bundestag aufarbeiten müsse. „Aber auch wir lagen falsch. Ich hatte Anfang Juli ein langes Gespräch mit unserem Büroleiter in Kabul. Er war weit davon entfernt zu sagen, es könne mit den Taliban jetzt schnell gehen.“

(kna – mg)

09 September 2021, 09:54