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Skyline von Frankfurt - (digitaler) Ausrichtungsort des Ökumenischen Kirchentages Skyline von Frankfurt - (digitaler) Ausrichtungsort des Ökumenischen Kirchentages 

D: ÖKT ab Donnerstag fast ausschließlich digital

Am Donnerstag beginnt der weitgehend digitale 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt am Main. Wegen der Corona-Pandemie wurde statt des vor Ort geplanten Christentreffens mit Zehntausenden Teilnehmern ein völlig neues Format entwickelt. Bis Sonntag stehen mehr als 100 meist digitale Veranstaltungen auf dem Programm, davon rund 80 allein am Haupttag (Samstag).

Bei früheren Kirchentagen gab es mehrere tausend Präsenzveranstaltungen. Der Eröffnungsgottesdienst am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) um 10.00 Uhr wird von einem Parkdeck in der Frankfurter Innenstadt gestreamt. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich. Eine Teilnahme beim Schlussgottesdienst an der Weseler Werft am Main am Sonntag und bei den „ökumenisch sensibel gestalteten” konfessionellen Gottesdiensten am Samstagabend soll aber unter Corona-Auflagen möglich sein. Weitere Gottesdienste sollen auch bundesweit in Gemeinden vor Ort gefeiert werden - das „dezentrale" Element des 3. ÖKT.

Der katholische Kirchentagspräsident Thomas Sternberg sprach von einem „Kirchentag der Reduktion“, der trotzdem starke Zeichen setzen werde, auch in der Ökumene. Gemeinsame Mahlfeiern der Konfessionen solle es nicht geben, „Gastfreundschaft“ solle aber bei Abendmahl und Eucharistie in konfessionellen Gottesdiensten praktiziert werden.

Programm online

Am Freitag stehen ein Festakt, der jüdisch-christliche Dialog sowie ein Gedenken an die Opfer der Schoah und ein eigens für den ÖKT geschriebenes Oratorium auf dem Programm. Am Samstag geht es in zehn Online-Podien jeweils eine Stunde lang um ein Schwerpunktthema - etwa Ökumene, Kirche und Macht, Zusammenleben, internationale Verantwortung oder Klimakrise. Ergänzend kommen Workshops, Bibelarbeiten und Gespräche mit Prominenten hinzu, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Abends gibt es ein - vorab aufgezeichnetes - Kulturprogramm. Das Programm auf oekt.de ist frei zugänglich. Um alle Angebote vollumfänglich nutzen zu können, ist die Freischaltung eines kostenlosen, digitalen Tickets notwendig. Bei einzelnen Veranstaltungen ist die Teilnehmendenzahl begrenzt., doch für entsprechende Reservierungen stehen nach Veranstalterangaben noch Restkontingente zur Verfügung. 

Zentrale Plattform zur Teilnahme am Kirchentag ist die ÖKT-Internetseite. Auch ein virtueller Begegnungsort wurde dort eingerichtet, mit „digitalen Stehtischen“ und zufällig zugeordneten Gesprächspartnern.

Der 3. ÖKT wird veranstaltet vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Das Leitwort lautet: „schaut hin“. Den ersten Ökumenischen Kirchentag gab es 2003 in Berlin, den zweiten 2010 in München.

(kna/pm - cs)

11 Mai 2021, 12:34