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Deutsche spenden 5,4 Milliarden Euro

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden Euro gespendet - das zweithöchste Ergebnis seit 15 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Spendenniveau um 5,1 Prozent, wie am Dienstag aus der jährlichen GfK-Studie „Bilanz des Helfens" im Auftrag des Deutschen Spendenrats hervorgeht.

Dabei entwickelte sich das Spendenvolumen parallel zu den Lockdownmaßnahmen: Die stärksten Anstiege gab es mit dem ersten und zweiten harten Lockdown. Somit wurde der traditionell spendenreichste Monat Dezember auch im vergangenen Jahr zum Top-Spendenmonat und machte ein Fünftel des Gesamtvolumens aus.

Spendenanstiege mit Lockdown

Einen Rekord gab es bei der durchschnittlichen Spende: Diese stieg um drei auf 40 Euro. Die durchschnittliche Spendenhäufigkeit verharrte bei sieben Mal im Jahr. Rückläufig ist weiterhin die Zahl der Spender: Rund 19 Millionen Menschen, etwa 500.000 weniger als im Vorjahr, spendeten im vergangenen Jahr Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen, was noch 28,5 Prozent der Bevölkerung entspricht.

Bei den konfessionellen Organisationen, welche sich laut GfK in einem leicht wachsenden Spendenmarkt befinden, zeigt sich ein geteiltes Bild. Während evangelische Organisationen einen leicht sinkenden Anteil am Gesamtmarkt verbuchten (minus 0,5 Prozentpunkte), stieg der Anteil der Einnahmen katholischer Organisationen (plus 1 Prozentpunkt). Drei Viertel aller Spenden und tendenziell stetig mehr gehen an humanitäre Hilfe. Den Hauptteil der Spenden trägt weiterhin die Generation der über 70-Jährigen.

(kna – gs)

16 Februar 2021, 13:23