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Blumen wurden am Holocaust-Gedenktag für die Opfer des Holocausts in Berlin auf eine Stele des sogenannten Holocaust-Mahnmals, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, gelegt. Blumen wurden am Holocaust-Gedenktag für die Opfer des Holocausts in Berlin auf eine Stele des sogenannten Holocaust-Mahnmals, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, gelegt.  (ANSA)

Bischöfe zum Holocaust: Trauer und Scham, weil viele schwiegen

Zum Holocaust-Gedenktag an diesem Mittwoch fordern die katholischen Bischöfe in Deutschland zum entschiedenen Einsatz gegen alle Formen des Antisemitismus auf. „Die Erinnerung an den Holocaust erfüllt mich mit tiefer Trauer, aber auch mit Scham, weil so viele damals schwiegen“, schrieb der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, auf Twitter und Facebook.

Er forderte zugleich alle Menschen auf, „gemeinsam antijüdischen Vorurteilen, Verschwörungsmythen und jeder Form des Hasses im Alltag, in der Schule oder im Freundeskreis“ mutig zu widersprechen. Der „industrielle Mord an den Juden“, habe am Ende eines Weges gestanden, „der mit Hassreden, Verschwörungsmythen und sozialer Ausgrenzung begann. Diesen Weg dürfen wir nie wieder beschreiten.“

Am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau, wird weltweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Im Deutschen Bundestag findet eine Gedenkstunde mit prominenten Rednern statt, darunter in diesem Jahr die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Holocaust-Überlebende, Charlotte Knobloch, sowie die Publizistin Marina Weisband, die als Kind und Kontingentflüchtling aus der Ukraine nach Deutschland kam.

(kna – mg)

27 Januar 2021, 11:13