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Ein Blumen- und Kerzenmeer erinnert an die Opfer der Amokfahrt von Trier vom 1. Dezember Ein Blumen- und Kerzenmeer erinnert an die Opfer der Amokfahrt von Trier vom 1. Dezember  (ANSA)

D: Große Spendenbereitschaft für Opfer der Amokfahrt von Trier

Nach der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt sind bei der Spendenaktion der Stadt bereits 500.000 Euro zusammen gekommen.

Mehr als die Summe bewege jedoch die große Zahl der Menschen, die spenden, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Das setzte ein großes Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit und zeige, dass Trier und die Region zusammenstehen. Auch gingen beständig weiter Spenden auf dem Konto ein. Das Geld ist für die Angehörigen der Todesopfer sowie die Schwerst- und Schwerverletzten gedacht. 

Einige Prominente wie der Fußballspieler Robin Koch unterstützen die Aktion. Betroffene, Ersthelfer und Angehörige können sich weiter telefonisch an eine eigens eingerichtete psychotherapeutische Beratungsstelle (0800 00 10 218) oder die Telefonseelsorge wenden. Auch die Poliklinische Psychotherapieambulanz der Universität Trier bietet psychotherapeutische Gespräche über Video oder vor Ort für Betroffene an.

Beleuchtung in Gedenken an die Opfer

Zum Andenken an die Opfer und als Zeichen der Solidarität wird bis Donnerstag zudem die Porta Nigra, das Wahrzeichen der Stadt, von 17 Uhr abends bis 7 Uhr morgens in der Trauerfarbe violett erleuchtet.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember in der Trierer Innenstadt tötete ein Mann fünf Menschen und verletzte 24 weitere. Der alkoholisierte Täter fuhr in Schlangenlinien durch die Fußgängerzone. Er wurde vier Minuten nach der Tat von der Polizei festgenommen. Das Motiv ist weiter unklar. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Unter den Toten ist ein neun Wochen altes Baby, dessen 45 Jahre alter Vater sowie eine 25 Jahre alte Studentin, eine 52-jährige Lehrerin und eine 73 Jahre alte Seniorin.

(kna - cs)

09 Dezember 2020, 14:47