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Vatican News
Lockdown auch in Griechenland - hier eine orthodoxe Kirche in Athen am 8. November Lockdown auch in Griechenland - hier eine orthodoxe Kirche in Athen am 8. November  (AFP or licensors)

Österreich: Auch orthodoxe Kirche ohne öffentlichen Gottesdienst

Wie sämtliche Kirchen und Religionen im Land beteiligt sich auch die orthodoxe Kirche an einer coronabedingten Pause öffentlicher Gottesdienste. Sie soll vorerst von diesem Dienstag, 17. November, bis einschließlich Sonntag, 6. Dezember, gelten.

Die orthodoxe Kirche setzt so eine Einigung um, die Montagnachmittag  von den 16 gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften bei einer Videokonferenz mit Kultusministerin Susanne Raab getroffen wurde. „Die Kirche wird weiter beten, die Priester weiter die Gottesdienste feiern und jeden Tag vor den Ikonen und Reliquien der Heiligen ein Bittgebet für das Volk und das Ende der Pandemie zelebrieren. Und das private Gebet der Gläubigen wird weiterhin zu Gott aufsteigen", so Metropolit Arsenios (Kardamakis) in einer Stellungnahme. Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz hat stellvertretend für alle orthodoxen Kirchen in Österreich die Gespräche mit dem Kultusamt geführt. „Mit Gottes Hilfe und mit den vereinten Bemühungen aller werden wir auch diese Zeit der erneuten Herausforderungen gut überstehen", so der orthodoxe Metropolit.

„Mit Gottes Hilfe und mit den vereinten Bemühungen aller werden wir auch diese Zeit der erneuten Herausforderungen gut überstehen“

Livestream-Angebot

Die Rahmenordnung für das orthodoxe kirchliche und liturgische Leben in der Zeit des Lockdowns sieht demnach vor, dass die Feier der Gottesdienste so weit wie möglich zu den gewohnten Zeiten fortgesetzt wird, allerdings in nicht-öffentlicher Weise. Die Gottesdienste werden nur im kleinsten Kreis gefeiert. Die Gläubigen können aber via Livestream mitfeiern, und zwar wochentags und am Sonntag jeweils ab acht Uhr.

Beerdigungen möglich

Taufe und Hochzeiten werden weiterhin nicht gefeiert, Beerdigungen sind unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen bis maximal 50 Personen möglich. Außerhalb der Gottesdienstzeiten bleiben die Kirchen für das private Gebet geöffnet. Hierbei gelten die gewohnten Hygieneregeln.

(kap – sst)

17 November 2020, 08:40