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An einer Kirchenmauer in Dublin: Ein Kreuz für jedes Corona-Todesopfer im Land An einer Kirchenmauer in Dublin: Ein Kreuz für jedes Corona-Todesopfer im Land 

Irland: Bischöfe tragen dem Premier Bedenken vor

Mehrere irische Bischöfe haben Ministerpräsident Micheál Martin bei einer Begegnung am Mittwoch Bedenken gegen seine Corona-Politik vorgetragen. Zwar begrüßten sie grundsätzlich den strengen Lockdown in der Irischen Republik, rügten aber das Verbot von Gottesdiensten.

Sie hätten dem Politiker ihre „Sehnsucht nach Messfeiern in der Öffentlichkeit“ ausgedrückt, so die Gruppe von Bischöfen um den Erzbischof von Armagh, Eamon Martin. Trotz aller durchaus nötigen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Pandemie sei es doch unerträglich für Glaubende, sich nicht zu Gottesdiensten versammeln zu können. Gerade in der Zeit vor Weihnachten seien solche Gottesdienste ein wichtiger Trost für die Menschen in schwerer Zeit.

Die Bischöfe vergaßen nicht den Hinweis darauf, was die Pfarreien und die Caritas alles für Corona-Opfer tun. Es gebe überzeugende Hygiene-Konzepte, um Gottesdienste nicht zu Infektions-Hotspots werden zu lassen.

Keine Einigung

 

Der Regierungschef äußerte sich anerkennend über die Arbeit der Kirche, hieß es nach dem Treffen in Dublin. Doch habe er die Gründe dargelegt, die seine Regierung zu einem Gottesdienstverbot bewogen hätten. Einig wurden sich die Gesprächspartner in diesem Punkt offenbar nicht. Erleichtert zeigten sich die Bischöfe allerdings darüber, dass Schulen trotz des strengen Lockdowns geöffnet bleiben.

(vatican news – sk)
 

29 Oktober 2020, 14:17