Vatican News
Corona-Tests in Pakistan, das sich nach Aussage des Roten Kreuzes gemeinsam mit Indien und Bangladesch zu einem neuen Hotspot der Krise entwickelt Corona-Tests in Pakistan, das sich nach Aussage des Roten Kreuzes gemeinsam mit Indien und Bangladesch zu einem neuen Hotspot der Krise entwickelt  (AFP or licensors)

Deutschland: Solidaritäts-Kollekte für Opfer der Corona-Krise

Angesichts der dramatischen globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie starten die Deutsche Bischofskonferenz, die (Erz-)Diözesen, die weltkirchlichen Hilfswerke und die Ordensgemeinschaften eine gemeinsame internationale Solidaritätsaktion für die Leidtragenden der Pandemie. Im Mittelpunkt steht dabei der erste Sonntag im September, den die Deutsche Bischofskonferenz zum „Sonntag der Solidarität“ ausgerufen hat.

An diesem Tag soll demnach in allen Gottesdiensten eine Sonderkollekte abgehalten werden. Darüber hinaus werden Spenden zur Finanzierung internationaler Projekte eingeworben.

Diese Solidaritätsaktion ergänzt die Hilfsprogramme, die bereits in den zurückliegenden Monaten von den Bistümern, den weltkirchlichen Werken und den Orden aufgelegt wurden. Die am 6. September vorgesehene Solidaritätsaktion umfasst drei Dimensionen: Gebet, Information und Spenden/Kollekten. Die Deutsche Bischofskonferenz versteht den „Sonntag der Solidarität“ ausdrücklich auch als geistliches Ereignis, das die Verbundenheit der deutschen Katholiken mit den notleidenden Menschen in aller Welt zum Ausdruck bringt. 

Materialien für die Gottesdienstgestaltung

Die Pfarrgemeinden sollen im August Plakate, Flyer und Gebetszettel zur Solidaritätsaktion erhalten. Ab 20. August 2020 stehen dann auf der Aktions-Homepage weitere Informationen, Beispiele für Hilfsprojekte der (Erz-)Diözesen, weltkirchlichen Hilfswerke und Orden sowie das Corona-Gebet, Fürbitten und andere liturgische Hilfen zum Download für die Gestaltung von Gottesdiensten am Solidaritäts-Sonntag zur Verfügung.

Die katholische Kirche in Deutschland thematisiert in der Woche vor dem „Sonntag der Solidarität“ verstärkt die Hintergründe der Aktion: Das Corona-Virus betrifft alle Menschen weltweit. Während jedoch die meisten europäischen Staaten die Pandemie derzeit unter Kontrolle haben, bedeutet das Virus in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch im Osten Europas Krankheit, Hunger, Arbeitslosigkeit und einen Kampf ums Überleben. Es droht eine gesundheitliche, soziale und ökonomische Katastrophe, der mit Hilfe der Partner vor Ort entgegengetreten werden kann 

Für die Aktion ist ein Sonderkonto eingerichtet worden, auf das ab sofort Spenden eingehen können (Darlehnskasse Münster, IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03, GENODEM1DKM). Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Partnerorganisationen.

(pm - cs)

22 Juli 2020, 12:41