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Handauflegung beim Ritus der Priesterweihe Handauflegung beim Ritus der Priesterweihe 

D: Bischof und Diakone vor Priester-Weihe in freiwilliger Quarantäne

Vor den in zwei Wochen geplanten Priesterweihen in der deutschen Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich Ortsbischof Gebhard Fürst gemeinsam mit den acht Priesteramtskandidaten in eine freiwillige Corona-Isolation in ein Kloster zurückgezogen. So sollen eine Covid-19-Infektion ausgeschlossen und für Fürst und die angehenden Neupriester Weihegottesdienste ohne Einhaltung von Abstandsregeln und Maske möglich werden, teilte die Diözese laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag mit.

Der Bischof und die Weihekandidaten hätten sich für diesen Schritt und gegen eine Verschiebung der Priesterweihe entschieden. „Wir möchten einerseits den Weihegottesdienst möglichst würdevoll feiern können und gleichzeitig das Signal nach außen geben, dass beim Infektionsschutz die geltenden Regeln für Gottesdienste eingehalten werden“, sagte Fürst. Der Ritus der Priesterweihe verlange ein Maß an Nähe, das die Quarantäne für ihn und die acht Diakone erforderlich gemacht habe.

Traditionell legt der Bischof bei der Weihe den angehenden Priestern die Hände auf den Kopf und salbt sie mit Chrisam-Öl. Zum Treueversprechen werden die Hände aufeinandergelegt. Ein Einhalten der coronabedingten Abstandsregeln sei dabei nicht möglich, so die Diözese.

Die meisten Priesterweihen finden in der katholischen Kirche traditionell in den Wochen rund um das Hochfest Peter und Paul am 29. Juni statt. Wegen der Corona-Pandemie wurden die meisten anstehenden Weihetermine zuletzt in den Herbst verschoben. Auch von den heuer voraussichtlich 32 Neupriestern in Österreich werden fast alle nach derzeitigem Stand erst im September und Oktober geweiht.

(kna - cs)

30 Juni 2020, 13:04