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Vatican News
Protest during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Berlin Im Kontext der Corona-Krise gibt es so manche Demo: wer gegen die Grundrechts-Einschränkungen demonstriert, sollte sich bewusst machen, an wessen Seite er demonstriert und welche Aussagen dort verbreitet werden, empfiehlt Zentralrats-Präsident Josef Schuster  

„Hygiene-Demos“ in Deutschland: Zentralrat der Juden alarmiert

Der Zentralrat der Juden hat mit Blick auf die Corona-Krise Verschwörungstheorien und sogenannte Hygiene-Demonstrationen kritisiert.

„Es tritt gerade ein, was ich seit Wochen befürchte“, sagte Zentralrats-Präsident Josef Schuster am Montag in Berlin. Rechtsradikale nutzten die durch die Corona-Krise entstandenen Ängste, um antisemitische Verschwörungsmythen und ihr radikales Weltbild zu verbreiten – „im Internet aber auch auf sogenannten Hygiene-Demos“.

Bewusst machen, an wessen Seite man demonstriert

Schuster betonte, wer an einer Demo gegen die Grundrechts-Einschränkungen teilnehme, müsse sich bewusst machen, an wessen Seite er demonstriert und welche Aussagen dort verbreitet werden. Wörtlich sagte er: „Mit Antisemiten und Rechtsradikalen darf man sich nicht gemein machen.“ Gegen die derzeitigen Maßnahmen mit Symbolen zu demonstrieren, die an den Holocaust erinnern, sei geschmacklos und verhöhne die Opfer der Schoah.

(kna - pr)

12 Mai 2020, 10:09