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Bischof Georg Bätzing schrieb an die Synodenteilnehmer Bischof Georg Bätzing schrieb an die Synodenteilnehmer  (Tobias Steiger)

D: Synodaler Weg wird verlängert

Der Synodale Weg zur Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland geht wegen der Corona-Pandemie in die Verlängerung. Statt im Oktober 2021 endet die Reforminitiative nach derzeitigem Stand der Dinge im Februar 2022.

Das geht aus einem Brief an die Synodenteilnehmer hervor, über den die Deutsche Welle zuerst berichtete. Das Schreiben liegt auch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vor. Unterzeichnet ist es vom Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und vom Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ZdK, Thomas Sternberg.

Erste Synodalversammlung in Frankfurt

Einmal hatte die Synodalversammlung, das höchste beschlussfassende Gremium des Synodalen Weges, zu Beginn des Jahres bereits in Frankfurt getagt. Ein zweites Treffen in der hessischen Metropole mit den rund 230 Teilnehmern war für Anfang September vorgesehen. Dieser Treffen wird nun wegen der Corona-Pandemie verschoben und soll im Februar 2021 stattfinden.

Anstelle des ursprünglichen Termins laden die Organisatoren für den 4. September zu Regionaltreffen in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Ludwigshafen und München mit jeweils maximal 50 Teilnehmern ein. Auf der Agenda steht demnach zum einen eine Zwischenbilanz aus den „kirchlichen Erfahrungen in der Corona-Krise“, wie es in dem Schreiben heißt: „Zum anderen streben wir einen konkreten Austausch über die bisherige Arbeit in den Synodalforen an.“

Vier Foren

Die aus rund 35 Teilnehmern bestehenden Foren decken die vier zentralen Themen des Synodalen Wegs ab: Macht, Sexualmoral, priesterliches Leben und Rolle der Frauen. Die Foren sollen die Vorarbeiten zu den Synodalversammlungen leisten. Zwei Arbeitsgruppen - zu Frauen und zur Sexualmoral - konnten vor den Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zusammenkommen und nach der Satzung ihre Vorsitzenden bestimmen. Seither läuft der Austausch vor allem auf virtuellem Weg. Die beiden Arbeitsgruppen zu Machtfragen und priesterlichem Leben wollen sich dem Vernehmen nach vor August treffen.

(kna – pr)

29 Mai 2020, 10:12