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Ansicht der Basilika von Mariazell, Österreich Ansicht der Basilika von Mariazell, Österreich 

Ö: Bischofskonferenz stellt Krisenfahrplan vor

Die Österreichische Bischofskonferenz hält an dem strikten Verbot öffentlicher Gottesdienste und religiöser Versammlungen vorerst fest.

Stilles Gebet weiterhin möglich

Alle Erstkommunionen, Firmungen, Hochzeiten, Beerdigungen und auch der österreichweite Pfarrgemeinderäte-Kongress (21.-23. Mai) werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die „Lange Nacht der Kirchen“ (5. Juni) wird abgesagt. Das teilte die Bischofskonferenz in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung mit.

Das stille Gebet bleibe aber weiterhin möglich, die Pfarrkirchen bleiben soweit möglich als „Orte der Hoffnung“ für die Gläubigen geöffnet. Damit soll die „seelische Grundversorgung zum Wohl der gesamten Bevölkerung“ auch in der Corona-Krise gewährleistet werden.

Sterbekommunion wird gespendet

An der Eucharistie sollen Gläubige über die Angebote des ORF, anderer Medien und der Kirche teilnehmen können. Die Krankenkommunion wird nur noch als Viaticum (Sterbekommunion) ausgegeben. Wer einen schwerwiegenden und dringenden Grund für die Beichte hat, solle sich telefonisch an einen Priester wenden, der gemeinsam mit der betreffenden Person „einen Weg dafür suchen wird“.

Außerdem wiesen die Bischöfe noch einmal darauf hin, dass die staatlichen Anordnungen ebenso wie die diözesanen Leitlinien strikt zu befolgen seien. Sie dankten ausdrücklich allen, die derzeit das Funktionieren des Staates ermöglichen. Der Dienst am anderen „entspricht in der gegenwärtigen Situation einer richtig verstandenen christlichen Selbst- und Nächstenliebe“, heißt es in dem bischöflichen „Wort der Zuversicht und Hoffnung in der Corona-Krise“.

Bischöfliche Ad-hoc-Kommission

Zur Vorbereitung der Konferenz wurde erstmalig eine bischöfliche Ad-hoc-Kommission einberufen, die sich auch bis zur nächsten Vollversammlung mit allen sich stellenden dringenden Fragen bezüglich der Pandemie auseinandersetzen wird.
Der Kommission gehören Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof Franz Lackner, Bischof Manfred Scheuer und Bischof Wilhelm Krautwaschl an. Kommuniziert wird via Telefon- bzw. Videokonferenz.

Bereits letzte Woche wurde beschlossen, dass Kardinal Schönborn bis auf Weiteres Vorsitzender der Bischofskonferenz bleibt. Er wird dabei durch seinen Stellvertreter Erzbischof Lackner unterstützt und wo nötig entlastet.


(kap - mt)

20 März 2020, 14:54