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Bischof Bätzing in Mainz Bischof Bätzing in Mainz  (ANSA)

Neuer DBK-Vorsitzender: „Ich bin kein zweiter Marx“

Der Limburger Bischof Georg Bätzing kommentierte am Dienstag in Mainz in einer ersten Reaktion seine Wahl zum neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz: „Ich bin kein zweiter Kardinal Marx, ich bin Georg Bätzing.“ Er habe seinen eigenen Stil und wolle seine Art und Weise der Zusammenarbeit in der Bischofskonferenz einbringen, so der neue Vorsitzende. An diesem Dienstag wurde weiter bekannt, dass Matthias Kopp DBK-Sprecher bleibt.

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Weitere Aufarbeitung des Missbrauchsskandals

Bischof Bätzing sieht in der weiteren Aufarbeitung des Missbrauchsskandals eine zentrale Herausforderung für die Kirche in Deutschland. Weiter stellte sich der Limburger Bischof am Dienstag in Mainz hinter den Synodalen Weg zur Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland. Er sei sehr überzeugt, dass in diesem Format „ein neues Miteinander von Laien und Bischöfen“ eingeübt werde. Am Herzen liege ihm auch der Dialog der Kirchen, so Bätzing. Im kommenden Jahr findet in Frankfurt, das zum Bistum Limburg gehört, der dritte Ökumenische Kirchentag statt.

Kardinal Marx (links) und Bischof Bätzing bei der PK in Mainz
Kardinal Marx (links) und Bischof Bätzing bei der PK in Mainz

Bätzing freut sich auf Zusammenarbeit mit der Kurie

Der 58-Jährige Bätzing tritt im Amt des DBK-Vorsitzenden die Nachfolge des Münchner Kardinals Reinhard Marx an. Marx hatte vor dem Treffen der Bischöfe angekündigt, aus Altersgründen für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Bätzing räumte bei der Pressekonferenz in Mainz an diesem Dienstag ein, er spreche zwar kein Italienisch und habe wenig Erfahrungen in Rom, freue sich aber auf die Zusammenarbeit mit der römische Kurie und werde gemeinsam mit den anderen deutschen Bischöfen die Kooperation und Gespräche mit dem Vatikan pflegen.

Gegen Rassismus und Hetze

Den Einsatz gegen Rassismus und Hetze in der Gesellschaft sieht der deutsche Bischofskonferenz-Vorsitzende als Kernaufgabe der Kirchen. „Wir müssen so stark, wie wir es bisher auch immer getan haben, gegen Rassismus und Hetze in unserem Land aufstehen“, sagte Bätzing. „Wir müssen das gemeinsam tun, mit allen konstruktiven Kräften.“ Katholische und evangelische Kirche hätten an dieser Haltung nie einen Zweifel gelassen.

Bätzing steht seit September 2016 an der Spitze des Bistums Limburg, dem rund 608.000 Katholiken angehören. In der Bischofskonferenz leitet er die Unterkommission für den Interreligiösen Dialog und arbeitet in der Kommission Weltkirche mit.

Matthias Kopp bleibt Sprecher der Bischofskonferenz

Wie an diesem Dienstag weiter bekannt wurde, bleibt Matthias Kopp Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz. Die Bischöfe hätten sich einstimmig hinter Kopp gestellt, sagte der neue Konferenz-Vorsitzende Georg Bätzing in Mainz. Der in Velbert geborene Kopp ist seit 2009 Pressesprecher der Bischofskonferenz. Zuvor war er unter anderem Pressesprecher und Leiter der Kommunikation des Weltjugendtages Köln und von 2006 bis 2008 Pressesprecher der Staatskanzlei der NRW-Landesregierung.

(dbk/kna – mg)

03 März 2020, 13:46